Microsoft Sway

RedakteurIn: Gerald Perfler
[ Bildrechte anzeigen ]

Seit neuem gibt es von Microsoft neben dem bekannten Powerpoint noch eine weitere Möglichkeit für die Erstellung von Präsentationen: Sway. Und damit ergeben sich natürlich einige Fragen: Soll Sway eine Ergänzung zu Powerpoint sein, oder soll Powerpoint durch Sway gar abgelöst werden? Was kann Sway und warum soll man sich wieder mit einem neuen Programm zur Erstellung von Präsentationen beschäftigen? Bringt Sway einen Mehrwert oder lohnt es sich erst gar nicht, sich mit Sway zu beschäftigen? Also schauen wir uns Sway einmal an:

Was ist Sway?

Sway ist eine neue Office Anwendung von Microsoft, aber es ist keine Software wie Powerpoint, sondern vorerst einmal eine Web-App für Webbrowser (Stand 17.12.2014), wobei demnächst noch Apps für Mobile Devices hinzukommen sollen. Microsoft selbst sieht Sway als Möglichkeit für Nutzer, um eigene Ideen plattformunabhängig präsentieren zu können. Im Moment (Stand 17.12.2014) hat Sway noch den Status "Preview", das heißt die Entwicklung von Sway ist noch nicht abgeschlossen. Sway ist aber denoch bereits nutzbar und es besteht auch die Möglichkeit Microsoft ein Feedback über Sway zu geben.

Wie bekomme ich Sway?

Nach erfolgter Anmeldung auf der Website von Sway nimmt man automatisch an Sway Preview teil und kann somit Sway nutzen sowie die eigenen Wünsche, Anregungen oder Kommentare an Microsoft  übermitteln. Auf jeden Fall ist für die Benützung von Sway aber ein Microsoftkonto notwendig, welches man entweder schon hat oder im Rahmen der Anmeldung anlegen kann.

Wie funktioniert Sway?

Es gibt 2 Wege, wie man sein Sway erstellen kann: Entweder man importiert eine docx oder pptx Datei und bearbeitet diese anschließend oder man erstellt ein Sway von Grund auf neu.

Wenn man sein eigenes Sway ohne Vorlage erstellen will, erscheint nach dem Klicken auf "Create New" die folgende Seite (von mir zusätzlich mit Nummern für die folgenden Erklärungen versehen):

[ Bildrechte anzeigen ]

Der Aufbau und die Erstellung von Präsentationen ist dann eigentlich recht einfach gehalten. Man erstellt verschiedene Karten (1), versieht diese mit Überschrift(en) und Text (2) sowie bei Bedarf mit einem Hintergrund (3), kann verschiedene Medien hinzufügen und ein entsprechendes Layout wählen, wie das Ganze angeordnet werden soll. Medien können dabei von so ziemlich jeder Quelle stammen, von OneDrive über alle anderen gängigen Onlinespeicher, über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Flickr und Co, oder auch vom jeweiligen lokalen Speicher des verwendeten eigenen Geräts. Eingebunden werden sie ganz einfach per Drag and Drop und in OneDrive werden sie gespeichert. Wenn man  alle Inhalte eingefügt hat, geht es noch darum, die Präsentation optisch den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen. Dafür gibt es 2 Möglichkeiten: Man kann auf "Remix" (4) klicken und erhält ein zufälliges beliebiges Design. Dies kann man dann so lange wiederholen, bis man bei einem Design angelangt ist, welches den eigenen Bedürfnissen entspricht. Oder man trifft gleich seine eigenen Einstellungen, indem man auf "Mood" (5) klickt. Dann kann man selber wählen, welche Farben und welchen Schriftstil man haben möchte und wie die Abfolge der einzelnen Seiten erfolgen soll. Ein Klick auf die rechte Seite (6) zeigt immer gleich, wie das Ganze aussehen wird, ein Klick auf die linke Seite (7) wechselt wieder in den Bereich Storyline zurück, wo die Bearbeitung fortgesetzt werden kann. Unter "My Sways" werden alle Sways gesammelt und sind dann von überall zugänglich, wo man auch auf Sway zugreifen kann. Man benötigt also unbedingt eine Internetverbindung, um zu seinen Präsentationen zu gelangen. Die eigenen Sways können auch per Mail, Facebook und Twitter geteilt und natürlich bei Bedarf wieder gelöscht werden.

Verschiedene Beispiele für Sways findet man auf der Website von Sway, wovon eines ist hier direkt verlinkt ist.

Fazit:

Man kann in Sway sehr schnell eine Präsentation gestalten, ohne dass man sich lange einarbeiten muss und auch die Einbindung von Medien ist Dank Drag and Drop sehr einfach. Somit ist Sway sicher sehr praktisch, wenn man Inhalte schnell einmal präsentieren muss und nicht viel Zeit zur Verfügung hat. Einen Internetanschluss vorausgesetzt, hat man dann von überall aus Zugriff auf das eigene Sway und man muss sich keine Gedanken darüber machen, ob es auf einem anderen Gerät noch gleich aussieht. Es sieht gleich aus und das ist sicher ein großer Pluspunkt, denn bei installierter Präsentationssoftware konnte und kann man da leider nie so sicher sein, besonders nicht bei unterschiedlichen Produktversionen. Allerdings ist die Entwicklung von Sway noch nicht ganz abgeschlossen. Dies erkennt man vor allem, wenn man das Design ändern will. Hier ist leider noch an sehr vielen Stellen "coming soon" zu lesen - so beschränkt sich die Auswahl an Layouts auf derzeit eine Möglichkeit und für die Art der Präsentation stehen im Moment auch nur horizontales und vertikales Scrollen zur Verfügung. Zusammengefasst ist Sway ein nettes Präsentationstool für schnelle Präsentationen, die überall verfügbar sein sollen, das aber noch etwas an Entwicklungsarbeit benötigt.

Links:

  • sway.com: offizielle Website von Sway Preview
  • sway.com: Once upon a time, in Italy ...
Redaktionsbereiche
Datum: Fr. 21.11.2014