Übergang vom julianischen zum gregorianischen Kalender

Tiroler Bildungsservice - TiBS - Mo., 02.10.2017 - 14:17
Papst Gregor XIIIBy E. Hulsius (engraver, presumably Esaias van Hulsen, active in the first quarter of the 17th century) - Engraving, 30.5 x 18.6 cm / Sheet: 32.1 x 20.6 cm. Retrieved from the Smithsonian Institution Libraries, Gregory XIII, Pope (1502 - 1585)commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65377Public Domain

Der gregorianische Kalender ist nach Papst Gregor XIII benannt und entstand im 16. Jh. Der zuvor verwendete julianische Kalender (benannt nach Julius Cäsar) hinkte im 16. Jh. dem Jahreslauf der Sonne bereits um 10 Tage nach. Ein julianisches Kalenderjahr ist mit seinen durchschnittlich 365,25 Tagen um ca. 11 Minuten länger als das Sonnenjahr. Daher verschob sich der Frühlingsanfang alle 130 Jahre um einen Tag auf ein früheres Datum. Im Jahr 1582 fiel er auf den 11. März des korrigierten Kalenders. 

Die Länder Osteuropas verwendeten den julianischen Kalender noch bis zum Anfang des 20. Jh. Die russische Oktoberrevolution vom 25. Oktober 1917 war nach dem gregorianischen Kalender eine "Novemberrevolution" (7. November). An diesem Tag wurde die Revolution auch bis zum Ende der Sowjetunion gefeiert, nachdem Russland 1918 die neue Kalenderrechnung eingeführt hatte.

Die orthodoxen Kirchen in Russland, Serbien und Georgien feiern ihre kirchlichen Feste weiterhin nach dem alten julianischen Kalender. Das orthodoxe Weihnachten wird daher nach gregorianischem Kalender am 7. Jänner gefeiert. Ostern und andere bewegliche Feste berechnen die orthodoxen Kirchen nach dem julianischen Frühlingsanfang, das Osterfest fällt nur fallweise mit dem Osterdatum der westlichen Kirchen zusammen, meistens wird es 4 bis 5 Wochen später gefeiert.

Verwendete Quelle:

Wikipedia - Gregorianischer Kalender [Permalink 02.10.2017]

Weblinks:

Redaktionsbereiche / Schlagworte:

SchwerpunktthemenbeitragDatumKalenderZeitmessung