Was Katzen und Fische mit Paketzustellungen zu tun haben...

Anna -
Eine schwarze Katze mit großen, leuchtend gelben Augen sitzt vor einem dunkel-türkisfarbenen, magischen Hintergrund. Um sie schweben drei goldene, glitzernde Fische und spiralförmige Funken. Rechts neben der Katze steht ein braunes, mit einer Schnur verschnürtes Paket. Die Szene wirkt märchenhaft und fantasievoll. Copilot KI genieriert von Copilot

"Phishing", "Smishing" oder "Scams" - mittlerweile gibt es so viele verschiedene Ausdrücke, dass man sich kaum noch auskennt, was das eigentlich sein soll. Was allerdings fast jede:r schon einmal bekommen hat, ist eine SMS mit dem Inhalt: "Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Klicken Sie auf diesen Link um zu Ihrem Paket zu kommen!" Doch was haben Katzen und Fische damit zu tun? 

Begriffserklärung

Bevor wir über die niedlichen Vierbeiner sprechen, kommt hier eine kurze Definition der eben genannten Fachwörter: 

"Phishing" - abgeleitet von dem Wort "fishing" also "fischen" 🐟 - ist eine Methode, um im Internet mit Hilfe von gefälschten E-Mails, SMS oder Websiten an persönliche Passwörter und/oder Kreditkartennummern zu kommen. 

"Smishing" ist im Grunde etwas Ähnliches, nur dass der Betrugsversuch rein durch das Versenden von SMS stattfindet. 

"Scam" ist das englische Wort für "Betrug oder Schwindel" im Allgemeinen und bezieht sich nicht zwangsläufig auf eine bestimmte Methode. 

Aber jetzt zurück zu den Katzen...

In der ARD Dokumentation "Kings of Scam" deckt ein Journalist:innen-Team die Hintergründe dieser Betrugsmasche auf und dokumentiert dies in drei äußerst spannenden, je circa 30-minütigen Folgen. 

Die "Scamer" - also Betrüger:innen - nutzen dabei eine Software namens "Magic Cat" 🐈‍⬛, um gefläschte Websites zu erstellen, auf denen die unwissenden Opfer ihre Kreditkartendaten eingeben. So süß und unschuldig der Name klingt, so gerissen und dreist sind die Betreibenden und Anwendenden dieser Software, denn gewisse "Scamer" geben auf Social Media Plattformen auch noch mit ihren Betrügereien an und sind offenkundig stolz darauf. 

Die wirklich aufschlussreiche und sehr interessante Doku findet man in der ARD Mediathek zum Nachschauen. Hier kommt der "scamfreie" Link 🤞!

Oh oh, ich habe geklickt!

Besagte "Phishing" oder "Smishing" Nachrichten kommen regelmäßig und können jede:n treffen. Bei den Unmengen an Online-Shopping-Möglichkeiten wartet auch gefühlt jede:r nahezu ständig auf ein Paket. So ist es nicht verwunderlich, wenn Opfer im stressigen Alltag nur einen Moment unachtsam sind, der Finger einmal zu schnell ist - und schon hat man geklickt!

Doch was tun, wenn man auf die „Paket kann nicht zugestellt werden“-Betrugsmasche reingefallen ist?

1. Pausieren - Nachdenken - Verifizieren:
Das erste Gebot ist: Ruhe bewahren! Scamer arbeiten mit Zeitdruck und verleiten ihre Opfer dadurch zu unüberlegten Handlungen.

2. Keine weiteren Links öffnen und keine Daten mehr eingeben:
Sobald klar ist, dass es sich um eine Fake‑Nachricht handelt, sollte man die Website schließen.
Je früher man stoppt, desto geringer ist der Schaden, da Scamer - wie man in der Doku sieht - Buchstabe für Buchstabe und Zahl für Zahl mitlesen können, was ihre Betrugsopfer auf der gefälschten Internetseite eingeben. Da muss man gar nicht erst auf "Speichern" drücken, um die Daten zu übermitteln! Also besser augenblicklich aufhören zu tippen!

3. Passwörter sofort ändern:
Wenn man irgendwo Zugangsdaten eingegeben hat (E-Mail, Online-Banking, Amazon, PayPal etc.) unverzüglich alle betroffenen Passwörter ändern!
Für wichtige Accounts wird empfohlen zusätzlich die 2-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Das erschwert Betrügern den Account übernehmen zu können.

4. Kredit- oder Bankkarte sperren lassen:
Falls Zahlungsdaten eingegeben wurden, umgehend die Karte bei der Bank oder dem Kreditkarteninstitut sperren lassen. Gegebenenfalls sollte man auch gleich eine neue Karte anfordern.
Weiters wird empfohlen Kontoauszüge zu prüfen und verdächtige Abbuchungen sofort zu reklamieren.

5. Smartphone auf Schadsoftware prüfen:
„Betrugs“-SMS enthalten häufig Links zu gefälschten Apps.

Diese können:

  • SMS abfangen
  • Bankdaten auslesen
  • Aktionen am Telefon ausführen

Wichtig:

  • Unbekannte Apps in den Einstellungen löschen
  • Sicherheits-App/Antivirus scannen lassen
  • im schlimmsten Fall: Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen


6. Polizei/Behörden informieren:
Eine Anzeige ist wichtig, um die Täterstrukturen sichtbar zu machen. Eine Beschwerde kann online beispielsweise bei der Internet Ombudsstelle eingereicht werden. 

7. Mobilfunkanbieter kontaktieren:
Falls ungewöhnlich viele SMS verschickt wurden (z. B. durch Schadsoftware):

  • Kundenservice informieren
  • Abrechnung prüfen lassen
  • ggf. Drittanbietersperre einrichten


8. Betroffene Kontakte warnen:
Manchmal verschickt die Schadsoftware automatisch SMS an das Adressbuch.
Darum:

  • Freunde und Familie warnen
  • Hinweis geben, keine Links zu öffnen

9. Screenshots sichern:
Für Bank, Polizei oder Versicherung sind Screenshots nützlich:

  • SMS
  • Fake-Website
  • Zahlungsbestätigung
  • Abbuchungen im Konto


Selbstschutz für die Zukunft

Auch wenn es aufwendig, mühsam und anstrengend ist ständig konzentriert zu sein, sollte man grundsätzlich nach dem Motto handeln: Zuerst nachdenken, dann klicken! So erkennt man hoffentlich auch die Betrugsmaschen, bevor etwas passiert ist! Hier sind ein paar Tipps dazu:

  • Paketdienste verschicken niemals Links zum Installieren von Apps
  • immer direkt in der echten DHL-/Post-/DPD-App nachsehen
  • URL genau prüfen (korrekte Domains - auch auf die richtige Schreibweise der Paketdienste achten)
  • keine Mini-Zahlungen (0,99 € usw.) leisten – das ist fast immer Betrug

Wie kann man mit Kindern über diese Betrugsmaschen sprechen?

1. Alltagsbezug herstellen:
Kinder verstehen digitale Themen besser, wenn sie an eigene Erlebnisse anknüpfen können.
Mögliche einleitende Fragen:

  • „Habt ihr schon einmal eine seltsame Nachricht bekommen?“
  • „Wisst ihr, wie echte Paketbenachrichtigungen aussehen?“
  • „Habt schon einmal das Wort "Phishing" gehört?“

So entsteht ein natürlicher Einstieg, ohne Angst zu machen.

2. Einfach erklären, wie Betrug funktioniert:
Man sollte keine technischen Details erklären, sondern stattdessen klare, kindgerechte Bilder entstehen lassen:

  • „Manche Menschen tun so, als wären sie jemand anders.“
  • „Sie schreiben Nachrichten, die so aussehen sollen, als wären sie von der Post.“
  • „Sie wollen euch auf einen falschen Link locken oder an Daten kommen.“

Wichtig: Nicht dramatisieren, sondern sachlich bleiben.

3. Klar machen - niemand ist schuld, wenn man darauf reinfällt:
Das ist wichtig für Selbstwert und Offenheit gegenüber den Kindern.
Formulierungsideen:

  • „Selbst Erwachsenen passieren solche Fehler.“
  • „Wichtig ist nur, dass man darüber spricht.“

So werden Kinder eher melden, wenn etwas passiert.

4. Gemeinsam Strategien einüben:
Je konkreter, desto besser!
Man sollte einfache Verhaltensregeln festlegen:

  • ✅ „Nicht auf unbekannte Links klicken!“
  • ✅ „Wenn eine Nachricht komisch aussieht: stopp – nachdenken – erwachsene Person fragen!“
  • ✅ „Wenn jemand Geld verlangt sollte man misstrauisch sein!“
  • ✅ „Wenn man Geräte von Mama oder Papa verwendet, immer vorher fragen.“
  • ✅ Rituale einführen: „Stopp – Nachdenken – Fragen“-Regel

5. Gefühle ernst nehmen:
Betrug löst bei Kindern oft Scham, Unsicherheit oder Angst aus.
Man kann Fragen stellen wie:

  • „Wie würdest du dich fühlen, wenn du so eine Nachricht bekommst?“
  • „Was bräuchtest du, damit du dich sicher fühlst?“

So stärkt man emotionale Medienkompetenz – und das ist schon die halbe Miete.

6. Zeigen, dass Hilfe da ist:
Kinder sollen wissen:

  • Sie dürfen immer mit Erwachsenen darüber sprechen.
  • Es gibt keine Strafe, wenn sie etwas anklicken.
  • Es gibt Lösungen (Passwörter ändern, App löschen, Erwachsene informieren).

Das beruhigt und stärkt Vertrauen.

7. Positive Botschaft vermitteln:
Wichtig: Kinder sollen das Internet nicht fürchten, sondern verstehen. 
Helfen können dabei beispielsweise die Unterrichtseinheiten von saferinternet.at wie 

 

In diesem Sinne: Achtsam bleiben und nicht auf Fische 🐟 und Katzen 🐈‍⬛ hereinfallen!

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI (Copilot) erstellt. 

 

 

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