Produktion „Tirol-Filme“ im vollen Gange

RedakteurIn: Maximilian Kindler
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„Kamera läuft“ hieß es wieder im Februar beim zweiten Drehblock zu den Tirol-Filmen. Die Objektive der Kameras richteten sich diesmal auf die Themen „Tourismus“ und „Naturgewalt Lawine“. Schauplätze waren das Brixental und die Innsbrucker Seegrube.

In insgesamt vier Drehblöcken bzw. zwölf Drehtagen werden bis zum Sommer 2021 die Tirol-Filme zu den Themen „Geschichte & Politisches System“ bzw. „Geografie & Wirtschaft“ abgedreht. Um die Vielseitigkeit unseres Landes, vor allem auch in Bezug auf die Natur und die Jahreszeiten, den Schüler*innen näher zu bringen, entsteht der Film über das gesamte Jahr und an den verschiedensten Schauplätzen über das ganze Land verteilt.

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Naturgewalt Lawine
Leider passieren jeden Winter nach wie vor viele Lawinenunglücke und Menschen müssen dabei ihr Leben lassen. Um sich vor dieser Naturgewalt zu schützen, behilft sich der Mensch mit verschiedensten Mitteln. Diese werden im Film behandelt und unsere Moderatorin Caroline M. Hochfelner stattet dabei einem der besten „Beschützer“ vor Lawinen, dem gesunden Bergwald, einen Besuch ab. Sie wirft aber auch einen Blick auf neueste Forschungsmethoden, die helfen, Lawinen früh zu erkennen und damit manche Unglücke verhindern können. Dazu trifft sich Caroline auf der Seegrube Innbruck mit dem Lawinen-Forscher Anselm Köhler, der sein Lawinen-Radargerät vorstellt. Es scannt ganze Berghänge und kann so frühzeitig die Entstehung von Lawinen verhindern.

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Tirol als Tourismusland
Eines der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine Tirols ist der Tourismus. Er schafft einerseits viele Arbeitsplätze und Wohlstand, verbraucht andererseits aber auch viele Ressourcen. Allzu oft wird in der Berichterstattung unser Land mit dem ausufernden Massentourismus in Verbindung gebracht. Dass aber auch auf diesem Gebiet vermehrt neue Wege beschritten werden, zeigt uns Moderator Andreas Mattersberger, der auf der Suche nach einem sanften Tourismusbetrieb in Aschau im Brixental fündig wurde. Heinz Hochkogler bietet in seinem Gastbetrieb den Gästen einen Tourismus abseits der Massen an, verwöhnt sie mit den verschiedensten Schmankerln und ist mit seinem Konzept erfolgreich.

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Drehplan versus Corona als Realität
Das fix fertige Drehbuch auf der einen, die Realität auf der anderen Seite, so kann man die vergangenen Wochen zusammenfassen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste schon so manche Szene spontan umgeschrieben werden. Die derzeitige Ausnahmesituation stellt das gesamte Filmteam laufend vor große Herausforderungen. Winter-Drehszenen wurden aufgrund der besonderen Gegebenheiten im heurigen Jahr gekürzt. Massen-Tourismusszenen, wie im Drehbuch ursprünglich vorgesehen, mit vollen Skihütten, tausenden Skitouristen und überfüllten Pisten sind in diesem Winter unvorstellbar. Das Produktionsteam von Eutopia und das Team des Medienzentrums wissen sich aber zu behelfen und so wird das Drehbuch stets spontan auf aktuelle Gegebenheiten angepasst. Geplante Realfilmszenen werden teilweise durch Archivmaterial ersetzt, Animationen dienen der fachlichen Vertiefung in so manches Thema. Somit kann am ursprünglichen Drehbuch fast vollkommen festgehalten werden.

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Noch viel Arbeit vor uns
Die beiden nächsten Drehblöcke finden im Frühling bzw. im Sommer statt und führen das Produktionsteam in alle drei Landesteile Nord-, Ost- und Südtirol. Parallel dazu arbeitet ein Arbeitsteam des Medienzentrums schon an passenden Unterrichtsmaterialien, die den Schüler*innen schlussendlich ein gelungenes und abgerundetes Themenpaket auf LeOn bieten wird. Bis die Filme endgültig fertig geschnitten und die Themenpakete mit Unterrichtsmaterialien und Animationen gefüllt sind, ist es also noch ein langer und mühsamer Weg. Den wird das gesamte Team, das voll motiviert ist, bestens bewältigen.

Ben Raneburger, Produktion

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Datum: Fr. 30.04.2021