Signal - eine mögliche Alternative zu WhatsApp

RedakteurIn: Kerstin Kuba
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Die Änderung der Geschäftsbedingungen hat einen Stein ins Rollen gebracht: zukünftig will WhatsApp Daten mit dem Mutterkonzern Facebook teilen.

Allerdings gibt es zu den geänderten Geschäftsbedingungen zwei Versionen. Eine  gilt für den Rest der Welt und eine - DSGVO sei Dank- für die Europäische Union.

Innerhalb der EU kann WhatsApp die Daten nicht teilen. Grundsätzlich geht es jedoch weniger um den Inhalt der Nachrichten, die durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt sind. Es geht um die sogenannnten Metadaten. Die Metadaten liefern ein perfektes Bewegungsprofil des Nutzers. Wann verschickt man seine Nachrichten? Mit welchen Menschen tausche ich Informationen aus? In welchem WLAN-Netzwerk befinde ich mich?

Somit kann maßgeschneiderte Werbung für jede_n Nutzer_in erstellt werden.  

Datenschutzexperten stellen anderen Nachrichtendiensten da ein besseres Zeugnis aus als WhatsApp. Das Problem ist jedoch vorrangig die enorme Popularität der Messenger-App. Mehr als zwei Milliarden User_innen nützen den Dienst. Mit einem Wechsel zu einem anderen Anbieter verliert man viele Kontaktmöglichkeiten.

Eine mögliche Alternative hat Elon Musk auf Twitter beworben. Auch der Whistleblower Edward Snowden verwendet Signal. Die Nachrichten-App ist ein spendenfinanziertes Projekt, setzt auf Open Source und selbstzerstörende Nachrichten. Werbung sucht man hier vergeblich.

Unsere Daten sind das Gold des Digitalisierungszeitalters. Daher ist die Überlegung, wem wir unser Vertrauen schenken durchaus angebracht.

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Datum: Sa. 09.01.2021