ChatGPT - Künstliche Intelligenz im Unterricht?

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Mit dem zur Zeit kostenlosen ChatGPT ist das Thema Artificial Intelligence stark in den Fokus der Medien geraten. Während man Sprachassistenten wie Alexa oder Siri oder Übersetzertools wie DeepL bereits Positives abgewinnen kann, scheint ChatGPT doch für einige Verunsicherung zu sorgen.

Was kann ChatGPT, das derzeit in aller Munde ist? Lohnt sich für Lehrende eine Fortbildung? Kann ich dem Tool überhaupt vertrauen? Und: Welche Technologie steckt im Hintergrund?

Was ist ChatGPT?

ChatGPT  ist ein OpenAI Textgenerator, ein zur Zeit kostenloser Chatbot. Gespräche mit der künstlichen Intelligenz sind in vielen verschiedenen Sprachen möglich. Außerdem kann ChatGPT Texte übersetzen und schreiben sowie Programmcodes erstellen. Anders als bei Suchmaschinen erhält man keine Links zu relevanten Webseiten, sondern kann ein Gespräch führen wie es auch zwischenmenschlich möglich ist. Auf die meisten Fragen kennt ChatGPT Antworten.

Die neue Art des Lernens?

Die schlechte Nachricht für unsere Schüler:innen ist die Tatsache, dass die Künstliche Intelligenz von ChatGPT nicht das Ende aller Hausübungen ist, denn ChatGPT wiederholt sich. Der Aufsatz "Mein Haustier", den mir ChatGPT generiert hat, ist gut. Doch das Ergebnis unterscheidet sich bei unterschiedlichen Anfragen kaum. Für mathematische Textaufgaben jedoch ist das Tool genial. Statt nur die Zahl auszuspucken liefert Chat GPT die komplette Herleitung. 

Auch Student:innen auf dem Weg zu Seminararbeiten werden schnell Schwachstellen bemerken, doch als Grundlage oder als Möglichkeit sich einen ersten Überblick zu verschaffen, ist ChatGPT durchaus denkbar. Im Expert:innen-Test ist aufgefallen, dass Chat GPT Quellen erfindet. Wie immer bei Websuchen sollte man den Wahrheitsgehalt der Quelle kritisch hinterfragen. Auch die Entwickler:innen geben zu, dass partiell fehlerhafte Informationen generiert werden könnten.

Saferintenet hat für Lehrende bereits eine Empfehlung zum Umgang mit dem Tool entwickelt: Klick!

ChatGPT im Unterricht?

Auch wenn künstliche Intelligenz eine ernsthafte Konkurrenz zum selbstständigen Lernen darstellen kann, besitzt das Tool Potenzial für den Einsatz in der Schule, in der Stundenplanung und im Unterricht. Mein persönliches Fazit fällt durchaus positiv aus. Das Tool macht Spaß und liefert in Sekundenschnelle Informationen, Tabellen oder Merktexte.

ChatGPT könnte die Welt der Suchmaschinen revolutionieren.

Ohne weitere Überarbeitung sind jedoch von ChatGPT generierte Texte im Deutschunterricht nicht zu gebrauchen. Die Zusammenfassung langer Texte ist kein Problem. Im Mathematik hingegen überzeugt die KI durch das pädagogisch wertvolle Konstruieren der Aufgabe.

ChatGPT ist ein Geschenk für die Digitale Grundbildung: Quellenkritik und das Wesen der Künstlichen Intelligenz müssen Thema dieses Unterrichts sein.

In der Verlaufsplanung einer Unterrichtseinheit liefert ChatGPT ebenfalls gute Lösungen. Die Übersetzung von Texten gefällt genauso wie das Erstellen eines Informationstextes, eines Lückentextes oder eines Quiz. Der Selbstversuch hat mich überzeugt.

Wer mehr zum Thema wissen will, findet im Fortbildungskatalog von fobizz das Live-Webinar Chat GPT - KI als Weg in die Zukunft der Bildung und die online Fortbildung Künstliche Intelligenz verstehen & im Unterricht einsetzen.

 

 Quellen:

chip.de: ChatGPT -OpenAI

Computerbild: ChatGPT auf Deutsch testen