Die Heilige Barbara

RedakteurIn: Petra Eichler
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Die Heilige Barbara ist eine sehr bekannte und beliebte Heilige und ihr Gedenktag wird von allen christlichen Glaubensrichtungen am 4. Dezember gefeiert. Sie gehört für Katholiken zu den vierzehn Nothelfern und soll vor plötzlichem Tod und Blitzschlag schützen.

Barbara, deren Name aus dem Griechischen kommt und „Die Fremde“ bedeutet, gilt als Schutzpatronin der Bergleute, der Feuerwehr, der Dachdecker, der Metzger und noch einiger mehr.
Ihr Verhalten im Angesicht von Verfolgung und Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben. Die wichtigsten Attribute der Heiligen sind Turm und Kelch, womit Abbildungen von ihr versehen werden.

Obwohl niemand genau weiß, ob sie wirklich gelebt hat, gibt es viele verschiedene Legenden über die Heilige Barbara. Eine von ihnen erzählt, dass sie am Ende des 3. Jahrhunderts in Nikomedia gelebt haben soll. Die Stadt heißt heute Izmit und liegt in der Türkei.

Eine Legende erzählt:

Barbara war die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskuros und eine besonders schöne und kluge Frau. Ihr Vater ging viel auf Reisen. Aus Angst um seine Tochter schloss er sie in seiner Abwesenheit immer wieder in einen Turm ein. Barbara verehrte Gott. Als ihr Vater wieder einmal unterwegs war, ließ sie sich gegen seinen Willen von einem Priester taufen. Das machte den damaligen römischen Kaiser wütend. Denn er hielt sich selbst für Gott und bestimmte über das Leben der Menschen. Er verurteilte Barbara und ließ sie ins Gefängnis bringen. Auf dem Weg dorthin verfing sich ein Zweig in ihrem Kleid. Sie nahm ihn mit und stellte ihn in einen Krug mit Wasser.
Im Gefängnis wurde Barbara gefoltert. Das sollte sie von ihrem Glauben an Gott abbringen. Doch Barbara blieb ihrem Glauben treu. Das ärgerte ihren Vater so sehr, dass er seine Tochter mit einem Schwert töten ließ. An diesem Tag schmückte Barbaras Zweig ihre Gefängniszelle mit wunderschönen Blüten.

An diese Legende erinnern bis heute die Barbara-Zweige, die am Namenstag der Heiligen, am 4. Dezember, abgeschnitten und in ein Gefäß mit warmem Wasser gegeben werden sollen. Dazu verwendet man üblicherweise Zweige vom Kirschbaum, aber auch welche von Forsythie, Apfel, Birne, Pflaume, uvm. können verwendet werden. 20 Tage später, am Heiligen Abend sollen diese dann blühen. Sie sind mehr als ein schöner Brauch, mitten im Winter etwas Blühendes zu haben. Aus den Zweigen, die wie abgestorben und tot scheinen, erblüht neues Leben.

Auch in alten Bauernregeln nimmt man auf Barbara Bezug:
„An Barbara die Sonne weicht, an Lucia sie sich wieder zeigt.“

Um die Heilige Barbara im Unterricht zu thematisieren, gibt es im Internet viele verschiedene Anregungen.
Mir hat besonders gut diese anschauliche Umsetzung für Volksschulkinder gefallen:
 

 

Die Materialien dazu finden Sie hier zum Herunterladen:
www.rpi-virtuell.de/Barbara

Unter diesem Link finden Sie vorgefertigte Kamishibai-Karten zum Bestellen:
www.donbosco-medien.de

Hier gibt es ein Mini-Bilderbuch über die Heilige Barbara:
www.donbosco-medien.de/mini-bilderbuch

Quellen und weiterführende Links:

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Datum: Di. 23.11.2021