The COM: Gefährliche Onlinekontakte erkennen

Florian -
Ein Smartphone liegt auf einem Schreibtisch. Aus dem Display steigen dunkle Chatblasen, Warnsymbole, Schlösser und rote Netzlinien auf. Rechts schützt ein hell leuchtender digitaler Schild vor den bedrohlichen Online-Elementen. Im unscharfen Hintergrund ist ein Klassenzimmer mit Büchern, Globus und Fensterlicht zu sehen. Florian Wanner ChatGPT 5.5

Das österreichische Bundeskriminalamt warnt vor „The COM“. COM steht für „Community“. Gemeint ist aber kein normales soziales Netzwerk. Es handelt sich um ein internationales Online Netzwerk, in dem Kinder und Jugendliche gezielt manipuliert, bedroht und erpresst werden können.

COM ist keine einzelne App. Die Kontakte entstehen dort, wo junge Menschen online unterwegs sind, in sozialen Medien, Chats, Messenger Diensten, Foren oder Games.

Wie gehen Täter vor?

Täter suchen gezielt nach Kindern und Jugendlichen, die verletzlich wirken. Das können junge Menschen sein, die einsam sind, Probleme haben oder online offen über persönliche Themen sprechen.

Am Anfang wirken die Kontakte oft freundlich. Täter zeigen Interesse, machen Komplimente und bauen Vertrauen auf. Danach fragen sie nach persönlichen Informationen, Bildern oder Videos. Häufig versuchen sie, die Gespräche in private Chats zu verlagern.

Später entsteht Druck. Betroffene sollen intime Bilder schicken, sich filmen, andere bedrohen oder sich selbst verletzen. Wer nicht mitmacht, wird beschimpft, bedroht oder erpresst.

Wichtig ist: Betroffene sind nicht schuld. Schuld haben immer die Täter.

Warnsignale

Eltern und Lehrpersonen sollten aufmerksam werden, wenn sich ein Kind stark verändert.

Mögliche Hinweise sind:

➡️ auffälliger Rückzug
➡️ starke Stimmungsschwankungen
➡️ Geheimhaltung bei Online Kontakten
➡️ Schlafprobleme
➡️ plötzliche Panik nach Nachrichten

Diese Zeichen beweisen nicht automatisch eine Gefahr. Sie sind aber ein Grund, ruhig nachzufragen.

Was Jugendliche wissen sollten

Wenn dich jemand online unter Druck setzt, ist das kein Freundschaftsbeweis. Wenn jemand intime Bilder verlangt, dich bedroht oder dich zu etwas zwingt, brauchst du Hilfe.

👉 Du sollst nicht zahlen.
👉 Du sollst keine weiteren Bilder schicken.
👉 Du sollst nicht weiter antworten.
👉 Du sollst Beweise sichern.
👉 Du sollst mit einer erwachsenen Vertrauensperson sprechen.

Wichtig: Du bist nicht schuld. Auch dann nicht, wenn du schon etwas geschickt hast.

Was Eltern tun können

Eltern sollten regelmäßig mit ihren Kindern über Online Kontakte sprechen. Es hilft, konkrete Fragen zu stellen:

❓ Wer schreibt dir?
❓ Kennst du diese Person wirklich?
❓ Was würdest du tun, wenn dich jemand online bedroht?
❓ Zu wem würdest du gehen, wenn dir etwas Angst macht?

Kinder müssen wissen: Wenn online etwas passiert, bekommen sie Hilfe. Sie dürfen keine Angst haben, sofort bestraft zu werden.

Was Schulen tun können

Schulen sollten über digitale Gewalt, Erpressung, Gruppendruck und Cybergrooming sprechen. Dabei geht es nicht darum, Angst zu machen. Es geht darum, Kinder und Jugendliche handlungsfähig zu machen.

Im Unterricht können einfache Regeln besprochen werden:

🗣️ Keine persönlichen Daten an Fremde weitergeben.
🗣️Keine intimen Bilder verschicken.
🗣️ Bei Druck sofort Hilfe holen.
🗣️ Screenshots sichern.
🗣️ Täterprofile blockieren und melden.
🗣️ Bei Gefahr die Polizei einschalten.

Lehrpersonen sollten bei Verdacht nicht allein handeln. Wichtig sind Schulleitung, Schulsozialarbeit, Eltern und bei ernster Gefahr die Polizei.

Beratung bieten unter anderem Rat auf Draht, Saferinternet.at und die Internet Ombudsstelle.

The COM zeigt, wie gefährlich Online Kontakte werden können. Der beste Schutz ist Aufklärung. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, denen sie vertrauen können.

 

Prävention und Opferhilfe Bundeskriminalamt online

Redaktionsbereiche / Schlagworte:

Social Media NewsSicher im Netz
Eltern Elterninfo