Aphrodisiaka

RedakteurIn: Gerald Perfler
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Zur Belebung oder Steigerung der Libido gibt es so wie für fast alles verschiedene Mittel. Und das nicht erst seit Kurzem, sondern schon seit Menschengedenken. Aber nicht alle Mittel, denen man diese Wirkung nachsagt, helfen wirklich, manche schaden sogar mehr als sie nützen. Dennoch geht von ihnen eine gewisse Faszination aus.

Definition:

Auf Wikipedia findet man für den Begriff "Aphrodisiakum" folgende Definition:

"Ein Aphrodisiakum (Mehrzahl Aphrodisiaka, Adjektiv aphrodisisch) ist ein Mittel zur Belebung oder Steigerung der Libido. Es wirkt spezifisch reizend und anregend auf das sexuelle Verlangen, das sexuelle Lustempfinden sowie manchmal auch auf die Geschlechtsorgane. Ein Aphrodisiakum erzeugt nicht wie bei einem Liebeszauber einen Affekt bei einer begehrten Person. Der Name kommt aus dem griechischen und ist von Aphrodite abgeleitet, der Göttin der Liebe, der zu Ehren der Aphrodite-Kult das Fest Aphrodisia feierte und nach der die antike Stadt Aphrodisias benannt war. Ein gegensätzlich wirkendes Mittel wird Anaphrodisiakum genannt." (http://de.wikipedia.org/wiki/Aphrodisiakum; 06.05.2015)

Geschichte:

Ein Interesse an Mitteln zur Belebung oder Steigerung der Libido hat es zu allen Zeiten und in allen Kulturen gegeben. Man denke dabei nur an Alraune und Sauerampfer, die schon seit der Antike in Europa als Aphrodisiaka galten und noch immer gelten oder auch an Schokolade, der eine luststeigernde Wirkung beim Menschen nachgesagt wird.

Einteilung/Unterscheidung:

Die Beispiele für Mittel und Mittelchen, denen eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird, gibt es viele - ein paar Beispiele wären:

  • Nahrungsmittel, Kräuter, Gewürze: Gurke, Spargel, Ginseng, Schokolade, Safran, Pfeffer, Muskatnuß, Ingwer, Vanille, Chili
  • Tierprodukte: Knochen oder Organe (oft gemahlen) von Tiger, Nashorn, Hirsch, Hai, Robbe, Schlange, Kröte
  • Drogen/Medikamente: Alkohol, Cannabis, Kokain, Dopamin, Oxytocin, Yohimbin, Melanotropine, Melanotan II, Bremelanotid, Bupropion

Wirksam oder Humbug

Ob alle diese aphrodisierenden Substanzen tatsächlich so wirksam sind, wie dies gewünscht wird, lässt sich mit den derzeitigen medizinischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten nicht immer klar belegen. Vor allem die Wirkung von Tierprodukten ist sehr umstritten und dies nicht nur aus Gründen des Artenschutzes. Manchmal besteht die Wirkung einfach im Senken der Hemmschwelle (Alkohol), manchmal wird einfach die Durchblutung gefördert (Sellerie) und oft handelt es sich auch bloß um einen Placeboeffekt. Während einige Mittel somit zwar nicht viel bewirken, aber zumindest keinen Schaden verursachen, gibt es auch Substanzen, bei denen dies nicht der Fall ist. Man denke hier an Alkohol oder die oben angeführten Drogen, wo eine eventuell aphrodisierende Wirkung in keinem Verhältnis zur Suchtproblematik mit all ihren negativen Begleiterscheinungen steht und wo eine zu hohe Dosis nicht nur die vielleicht vorhandene aphrodisierende Wirkung abrupt beenden kann.

Fazit:

Ob Mann/Frau zu solchen Aphrodisiaka greift, bleibt jeder_m natürlich selbst überlassen. Vor allem, wenn es sich um Nahrungsmittel oder Gewürze handelt, wird wohl zumindest kein bleibender Schaden entstehen, solange man den folgenden Spruch von Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt unter dem Namen Paracelsus, beachtet:

"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei." (http://www.zeno.org/Philosophie/M/Paracelsus/Septem+Defensiones/Die+dritte+Defension+wegen+des+Schreibens+der+neuen+Rezepte; 08.05.2015)

Ob das gewählte Mittel dann aber wirklich hilft, wird vor allem bei jenen Mitteln, die auf den Placeboeffekt bauen, individuell verschieden sein. Vor einem Griff zu Drogen zur Nutzung etwaiger aphrodisiernder Wirkungen ist jedoch in jedem Fall abzuraten. 

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Datum: Mi. 06.05.2015