Wie KI soziale Medien für Jugendliche verändert

Florian -
Titelbild Florian Wanner Canva AI

Die sozialen Medien haben sich 2025 grundlegend verändert. Es sind nicht mehr nur Menschen, die posten, liken und chatten. Künstliche Intelligenz (KI) flutet die Feeds von Jugendlichen mit Inhalten, die oft nicht mehr von der Realität zu unterscheiden sind. Diese „synthetische Medienwelt“ bringt völlig neue Herausforderungen mit sich.

Cybermobbing 2.0: die Nackt-Falle

Früher waren es böse Worte auf dem Schulhof, heute ist es die automatisierte Demütigung. Sogenannte „Nudify-Apps“ machen es Tätern erschreckend einfach. Ein harmloses Foto oder Selfie wird hochgeladen, und die KI rechnet die Kleidung heraus, um ein täuschend echtes Nacktbild zu erstellen. Für die betroffenen Jugendlichen ist der psychische Schaden enorm, da die Bilder im Freundeskreis oft für echt gehalten werden. Ein wachsendes Problem ist dabei auch die „Sextortion“ bei Jugendlichen. Kriminelle nutzen KI-generiertes Material, um ihre Opfer massenhaft zu erpressen.

Gefährliche Intimität: der Bot als bester Freund

Vielleicht noch subtiler ist die Gefahr durch KI-Chatbots auf Plattformen wie Character.AI. Diese Bots hören immer zu, urteilen nie und simulieren eine perfekte Freundschaft oder Beziehung. Wie gefährlich diese emotionale Abhängigkeit werden kann, zeigen mehrere Fälle von Jugendlichen, die sich immer weiter in die Welt ihrer KI-Chatbots zurückziehen, was sie von ihrem realen Umfeld isoliert und fatale Folgen hat. Jugendliche projizieren echte Gefühle auf Maschinen, die jedoch keinerlei Verantwortung für ihre Antworten tragen.

Radikalisierung und verzerrte Vorbilder

Auch politische Extremisten haben die Macht der KI erkannt. Algorithmen erkennen emotionale Schwachstellen bei Jugendlichen und spielen passgenaue Propaganda aus. Inhalte werden so verpackt, dass sie modern und ansprechend wirken („Salad Bar Ideologies“), um extremistische Narrative subtil im Alltag zu verankern. Gleichzeitig setzen virtuelle Influencer wie Aitana Lopez oder Noonoouri neue Maßstäbe. Diese reinen Kunstfiguren sind makellos, nie müde und verkörpern Schönheitsideale, die für keinen biologischen Menschen erreichbar sind, was den Druck auf das Körperbild junger Nutzer massiv erhöht.

Die Technologie lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Verbote laufen oft ins Leere. Der wichtigste Schutz ist daher Aufklärung („Deep Literacy“). Eltern und Schulen müssen vermitteln, dass Bilder und Stimmen im Netz manipuliert sein können. Initiativen wie klicksafe oder Safer Internet bieten hierfür wichtige Informationen an, um Fakes gemeinsam zu entlarven und kritisch zu hinterfragen.

 

Artikel mit ähnlichen Themen:

Jugendliche im Fake News Dilemma
Das Andrew Tate Phänomen
Chai App - Digitaler Freund ohne Grenzen

 

 

Passende Ideen für den Unterricht:

Safe im Cyberspace - Mädchen im Netz

Schnitzeljagd zum Thema Fake News (Safer Internet)

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von ChatGPT 5.2 formuliert.

Redaktionsbereiche / Schlagworte:

#SID2026ATSicher im Netz