Vibe Coding verändert Schule und Unterricht

Florian -
Abstraktes digitales Titelbild mit dunklem blauem und violettem Hintergrund. Leuchtende geometrische Formen wie Dreiecke und Linien schweben im Raum. Neonfarbene Lichtpunkte und geschwungene Wellenlinien erzeugen einen futuristischen Eindruck. Links unten steht in großen weißen Buchstaben der Schriftzug VIBE CODING. Florian Wanner Canva AI

Im Jahr 2025 tauchte ein neuer Begriff in der Welt der Softwareentwicklung auf. Andrej Karpathy beschrieb eine Arbeitsweise, bei der nicht mehr Zeile für Zeile programmiert wird. Statt Syntax steht die Absicht im Mittelpunkt. Man formuliert in natürlicher Sprache, was eine Anwendung können soll, und ein KI System erzeugt daraus funktionierenden Code. Diese Entwicklung wird als Vibe Coding bezeichnet.

Für den Bildungsbereich ist das mehr als ein technischer Trend. Lehrkräfte und Lernende können damit eigene Apps, Lernspiele oder interaktive Übungen erstellen, ohne klassische Programmierkenntnisse zu besitzen. Die Hürde sinkt deutlich. Schule wird vom Konsumenten digitaler Produkte zum Gestalter eigener Lösungen.

 

Von der Idee zur eigenen App

Bernhard Gmeiner zeigt in Praxisberichten, dass Anwendungen auch ohne Informatikstudium entstehen können. Entscheidend ist nicht mehr die Kenntnis einer bestimmten Programmiersprache, sondern das Verständnis für Struktur, Logik und Zielsetzung einer Anwendung. Fehler werden im Dialog mit der KI korrigiert. Der Prozess ist iterativ und dialogisch.

Link zum Artikel von Bernhard Gmeiner im Standard

Auch Joscha Falck nutzt diesen Ansatz für interaktive Lernmaterialien. Mit KI lassen sich kleine Web Apps direkt im Browser erzeugen, etwa Selbstkontrolltests, Quizformate oder digitale Lernpfade. Wichtig bleibt die fachliche Prüfung durch die Lehrkraft. Wer eine Biologie App erstellt, muss fachlich sicher beurteilen können, ob Inhalte korrekt sind.

Link zum Bolgartikel von Joscha Falck

 

Neue Kompetenzen für Lehrkräfte

Mit Vibe Coding verschiebt sich die Rolle der Lehrperson. Sie wird zur didaktischen Kuratorin und Qualitätsprüferin. Neben Fachwissen braucht es Kompetenzen im Prompting, in der kritischen Bewertung von Ergebnissen und im Umgang mit Datenschutzfragen.

Tools wie der AI Code Generator in Canva zeigen, wie niedrigschwellig der Einstieg sein kann. Interaktive Rechner, kleine Spiele oder Visualisierungen entstehen direkt im gewohnten Design Umfeld. Gleichzeitig bleibt der generierte Code prinzipiell weiterverwendbar und anpassbar.

Vibe Coding eröffnet neue Möglichkeiten für projektorientiertes Lernen. Schülerinnen und Schüler können eigene Anwendungen entwickeln und reflektieren, wie KI arbeitet. Entscheidend ist die pädagogische Einbettung. Technik allein verbessert noch keinen Unterricht. Richtig eingesetzt stärkt sie jedoch Kreativität, Selbstwirksamkeit und digitale Kompetenz.

Kurzvideo zu Vibe Coding mit Canva AI

Video: Create your own App with AI using Canva AI Code

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