Greenpeace Unterrichtsmaterial zu KI und Nachhaltigkeit

Beim eFutureDay 2026 hat mich eine Lehrperson angesprochen und darauf hingewiesen, dass der Nachhaltigkeitsgedanke und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen im Zusammenhang mit KI nicht zu kurz kommen dürfen. Dem stimme ich ausdrücklich zu und möchte daher das neue Unterrichtsmaterial von Greenpeace vorstellen.
KI zwischen Innovation und Ressourcenverbrauch
Künstliche Intelligenz wird im Bildungsbereich derzeit vor allem unter didaktischen Gesichtspunkten diskutiert. Weniger präsent sind ihre ökologischen Auswirkungen. Dabei ist klar, dass KI auf einer globalen Infrastruktur basiert, die enorme Mengen an Energie, Wasser und Rohstoffen benötigt.
Rechenzentren zählen bereits heute zu den großen Stromverbrauchern weltweit. Prognosen gehen davon aus, dass sich ihr Energiebedarf bis 2030 vervielfachen könnte, wenn sich der Ausbau generativer KI Systeme in diesem Tempo fortsetzt. Mit dem Stromverbrauch steigen auch die Treibhausgasemissionen, sofern die Energie nicht konsequent aus erneuerbaren Quellen stammt.
Hinzu kommt die ressourcenintensive Herstellung von Chips. Ein Großteil der Produktion findet in Ostasien statt. Sie erfordert seltene Erden, komplexe Lieferketten und große Mengen an Wasser. Auch der steigende Wasserverbrauch von Rechenzentren selbst wird zunehmend thematisiert, insbesondere in Regionen mit ohnehin knappen Ressourcen. Am Ende der Lebenszyklen stehen wachsende Mengen an Elektroschrott, die häufig unter problematischen Bedingungen entsorgt werden.
Effizienzgewinne durch KI können diese Entwicklung nicht automatisch ausgleichen. Rebound Effekte zeigen, dass technologische Verbesserungen häufig zu einem Mehr an Nutzung führen. Wenn Anwendungen günstiger, schneller oder komfortabler werden, steigt die Nachfrage.
Das neue Greenpeace Unterrichtsmaterial
Vor diesem Hintergrund hat Greenpeace im Februar 2026 ein Rapid Response Unterrichtsmaterial mit dem Titel „Künstliche Intelligenz und Klima“ veröffentlicht. Es richtet sich an Schulen, ist aber ebenso für außerschulische Bildung und interessierte Einzelpersonen geeignet.
Das Material beleuchtet die globale Infrastruktur von KI, die ökologischen Kosten der Digitalisierung und die politischen Rahmenbedingungen, die diese Entwicklung prägen. Besonders hilfreich sind die sorgfältig kuratierten Videos sowie eine umfangreiche Material und Linkliste, die eine vertiefte Auseinandersetzung ermöglicht. Lehrpersonen erhalten konkrete Anregungen, wie sich das Thema in unterschiedlichen Fächern aufgreifen lässt, ohne es auf eine rein technische Perspektive zu verkürzen.
Greenpeace bezeichnet KI dabei als „zentralen Treiber einer sozial ökologischen Transformation“. Dieser Zugang eröffnet die Möglichkeit, KI nicht nur als Problem zu betrachten, sondern als Gestaltungsfeld.
Technikgestaltung ist politisch
Im Material findet sich auch ein Interview mit Dr. Theresa Züger vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Sie weist darauf hin, dass aktuelle politische Prioritäten häufig zulasten zukünftiger Generationen gesetzt werden. Technikentwicklung sei keine neutrale Entwicklung, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen.
Ein zentraler Satz lautet:
„Wenn wir heute die richtigen Weichen für eine nachhaltige Entwicklung stellen, schaffen wir eine Welt, die technologische Innovation und soziale Gerechtigkeit miteinander vereint.“
Dieses Zitat verdeutlicht, dass Effizienz allein nicht ausreicht. Entscheidend ist, welche Ziele wir mit technologischer Entwicklung verfolgen und welche Rahmenbedingungen wir setzen. Nachhaltigkeit wird damit zu einer Frage von Demokratie.
Bildung als Gestaltungsraum
Für Schulen bedeutet das eine doppelte Aufgabe. Einerseits geht es darum, die ökologischen Kosten digitaler Technologien transparent zu machen. Andererseits müssen Handlungsmöglichkeiten sichtbar werden. Das Greenpeace Material bietet hier konkrete Ansatzpunkte, etwa durch Diskussionsimpulse, Arbeitsaufträge und Hintergrundinformationen zu politischen Steuerungsinstrumenten.
Wichtig ist, dass das Thema nicht bei einer Problembeschreibung stehen bleibt. Schülerinnen und Schüler sollten verstehen, dass politische Rahmenbedingungen veränderbar sind und dass auch Konsumentscheidungen, Nutzungsverhalten und gesellschaftliches Engagement eine Rolle spielen.
Link zum Unterrichtsmaterial von Greenpeace: Künstliche Intelligenz (KI) und Klima
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von ChatGPT 5.2 formuliert.