EU-Kids online: EUKO 2026
EU Kids Online ist ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Partnerinstitutionen in 33 europäischen Ländern, das unter der Koordination der London School of Economics and Political Science durchgeführt wird. Dabei werden die Veränderungen, die digitale Technologien im Leben von Kindern und Jugendlichen bewirken, systematisch untersucht.
Nach 2010 und 2017 wurde nun die dritte Erhebungswelle abgeschlossen.
Ziel der Studie ist es, Empfehlungen für Pädagog:innen, Eltern sowie politische Akteure zu entwickeln.
EUKO 2026 liefert Erkenntnisse über die Nutzung digitaler Technologien durch Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren. In der digitalen Praxis ist Künstliche Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen wesentlicher Bestandteil. Nur 28 Prozent geben an, generative KI nicht zu nutzen. Im Europa-Vergleich fällt Österreich durch sehr hohe Werte auf. 94 Prozent der österreichischen Befragten gaben an, generative KI zu verwenden.
Im Kontext von „EU-Kids Online 2026 Fokus KI“ lassen sich folgende zentrale Punkte über die internationale Studie festhalten.
- Generative KI ist bereits Teil des Alltags vieler Kinder und Jugendlicher und wird selbstverständlich genutzt
- ChatGPT ist am weitesten verbreitet und teilweise Ersatz für Suchmaschinen
- Hauptnutzung im schulischen Kontext: Unterstützung bei Recherche, Textarbeit, Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung
- Nutzung meist informell gelernt: durch Peers, Social Media und eigenes Ausprobieren, weniger durch Schule oder Eltern
- Wissenslücken über Funktionsweise von KI: viele Jugendliche nutzen generative KI wie eine Suchmaschine und verstehen Trainingsprozesse kaum
- das Bewusstsein für Risiken ist vorhanden: Sorgen über Datenschutz, Fake News und mögliche gesellschaftliche Folgen
- Jugendliche wünschen sich klare Regeln und mehr Bildung zu generativer KI, besonders im schulischen Kontext
Zur Studie: Kurzbericht EUKO Österreich 2026
Zur Studie: European children's use and understanding of generative AI: EU Kids Online 2026
