Maximilian-Rallyes in Kufstein, Hall und Innsbruck jetzt buchen

Gespeichert von Alexander Krickl am Fr. 05.04.2019
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LRin Beate Palfrader (Mitte links) präsentierte gemeinsam mit v.re. Emanuel Präauer (Festung Kufstein), Michael Kern (Medienzentrum), Alexandra Müller-Krassnitzer (Stadtarchäologie Hall), Anna Engl (Landesmuseen) und Isabelle Brandauer (Koordinatorin Maximilianjahr) sowie SchülerInnen der VS Hall die digitale Max-Rallye.

 

Kinder und Jugendliche sollen sich für einen Mann interessieren, der vor 500 Jahren verstorben ist? Ein schwieriges Unterfangen, werden viele meinen. Aber die Verantwortlichen beim Tiroler Bildungsinstitut-Medienzentrum haben die Herausforderung angenommen. Das Ergebnis heißt „Maximilian-Rallye“. Diese Form der digitalen Schnitzeljagd hat bereits die Teilnehmenden bei der Innsbruck-Rallye begeistert.

Am 2. April 2019 stellte Landesrätin Beate Palfrader in der Burg Hasegg das Produkt der Öffentlichkeit vor. Am 24. April starten dann die ersten Rallyes in Kufstein, Hall und Innsbruck. Ein mehr als einjähriger Prozess findet damit seinen Abschluss. Viele Menschen haben an der Umsetzung mitgewirkt. Ihnen  gebührt ein großes Dankeschön. (Link zu pdf)

Ein Blick zurück
Anlässlich des 500. Todestages von Kaiser Maximilian I. das Land Tirol das Jahr 2019 zum „Maximilianjahr“ ausgerufen. Bei den zahlreichen Aktivitäten im Gedenken an den vielseitigen und umtriebigen Habsburger sollen die Kinder und Jugendliche eine wichtige Zielgruppe darstellen.
Das Medienzentrum des Landes Tirol entwirft ein Format, in dem Geschichte spannend, interaktiv und altersgerecht aufbereitet wird. Wissen wird spielerisch erworben. Ein Projektteam unter der Leitung des Medienpädagogen Ferdinand Radl reicht das Konzept ein, das von den Verantwortlichen des Maximilianjahrs begrüßt wird. Für die Umsetzung wird ein Beitrag aus dem Budget des Gedenkjahres bereit gestellt.

Das Konzept
Kinder sind schnell begeistert von Rätseln und wollen sie lösen. Schnitzeljagden sind dafür ideal. Tablets eignen sich bestens dafür. In Kleingruppen absolvieren SchülerInnen zwei Kilometer lange Rundgänge, angeleitet von den Aufgaben, die ihnen die Tablets vorgeben. Ist ein Rätsel vor Ort gelöst, wird das nächste Rätsel angezeigt. Im Vordergrund steht eine Geschichte (Kriminalfall, Abenteuerstory), in die historische Fakten eingebaut sind und damit mit Leben erfüllt werden.
Der Wettbewerbscharakter, das aktive Produzieren von Medien (Fotos, Videos, Audioaufnahmen) und das gemeinschaftliche Lösen von Aufgaben soll ein nachhaltiges, unterhaltsames „Bildungserlebnis“ schaffen, das auch über das Maximilianjahr hinaus angeboten werden kann.

Die Spielorte
Gleich zu Planungsbeginn wurde als Ziel fixiert, dieses Angebot an mehreren Örtlichkeiten anzubieten. Drei Städte waren rasch gefunden, in denen Maximilian Spuren hinterlassen hatte: Kufstein, Hall und Innsbruck. In den jeweiligen Stadtkernen bzw. auf der Festung Kufstein werden sich die SchülerInnen entlang von Gebäuden und Orten bewegen, die Geschichten von Maximilian erzählen.

 

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Der Geschichten-Erzähler
Die erste große Herausforderung war, eine Autorin, einen Autoren zu finden, der Geschichten spannend erzählen kann. Dann gelang es dem Medienzentrum, einen anerkannten Autoren für das Projekt zu gewinnen. Thomas Brezina, Verfasser vieler Kinder- und Jugendbücher, jahrelang im Fernsehen präsent (mit Tom Turbo sind ganze Generationen aufgewachsen), war schnell begeistert von der Rallye-Idee. Er lieferte die „stories“ für die drei Städte.

Die Umsetzung
Nun war das Team des Medienzentrums gefragt. Nach den Vorlagen von Brezina wurde an den drei Standorten wochenlang gefilmt und fotografiert. Dazu wurden Schauspieler engagiert, Requisiten besorgt, passende Locations ausgesucht. Intensiv war auch die Postproduktion: Bearbeiten, schneiden, vertonen, sogar Untertitel wurden in die Filmsequenzen eingebaut. Zuletzt wurden die multimedialen Elemente in die App Actionbound eingebaut.
Verantwortlich für die Umsetzung der Rallye in Hall waren Katharina Partl und Petra Seiwald, für Kufstein übernahm diese Aufgabe Bernhard Raneburger und für Innsbruck Ferdinand Radl. Hinter der Filmkamera stand Christian Gogl. Er war dann auch in der Postproduktion beteiligt, ebenso Martin Konrad, der unter anderem auch für die grafischen Sujets sorgte.

Das Team wurde von zahlreichen Fachleuten unterstützt. Nur durch deren Engagement, oft ehrenamtlich und geringfügig honoriert, konnte ein Projekt dieser Größenordnung umgesetzt werden.  
 

Anmeldungen sind direkt bei den Projektpartnern vorzunehmen:

Innsbruck:
Kontaktperson:
Alessandra Papi
anmeldung@tiroler-landesmuseen.at
+43 512 59489 111
www.tiroler-landesmuseen.at
Kosten pro SchülerIn: € 2

Kufstein:
Kontaktperson:
Rita Mauracher
rita.mauracher@gmx.at
+43 650 6714960
www.heimat-kufstein.at
Kosten pro SchülerIn: € 3 (zzgl. € 5,50 für Eintritt Festung)

Hall in Tirol:
Kontaktperson:
Maga. Alexandra Müller-Krassnitzer
office@stadtarchaeologie-hall.at
+43 676 6804344
www.stadtarchaeologie-hall.at
Kosten pro SchülerIn: € 3

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