Prompt-Engineering lernen: Die prompting.schule der TU Graz

Florian -
Symbolbild mit weißer Linienzeichnung eines aufgeschlagenen Buches und eines Gehirns mit Verbindungspunkten. Der Hintergrund zeigt überlagernde Farbflächen in Blau, Grün, Gelb und Orange mit feinen Linien und Punkten als Netzwerkstruktur. Florian Wanner Canva AI

Mit der prompting.schule bietet die Technische Universität Graz seit Juli 2025 eine kostenlose Online-Lernplattform für den Umgang mit generativer KI. Das Angebot richtet sich an Einsteiger:innen sowie an Personen, die ihre Prompt-Fähigkeiten vertiefen möchten. Verantwortlich sind die Abteilung Lehr- und Lerntechnologien und das Institut Human Centred Computing der TU Graz unter der Leitung von Martin Ebner. 

Aufbau und Inhalte

Der Grundlagenkurs umfasst vier Lektionen mit einem geschätzten Zeitaufwand von je rund 60 Minuten. Behandelt werden klare Formulierungen, der Einsatz von Referenztexten, das Zerlegen komplexer Aufgaben sowie Techniken zur schrittweisen Antwortgenerierung wie die Chain-of-Thought-Methode. Ergänzt wird der Grundlagenkurs durch ein „Prompt-Labor".

Wissenschaftliche Grundlage und Lizenz

Die Inhalte orientieren sich laut TU Graz an Empfehlungen von OpenAI, an Standards der UNESCO und an aktuellen Forschungsarbeiten zum Prompt-Engineering. Die Module decken dabei die Stufen „Understand" und „Apply" des UNESCO-Kompetenzrahmens für KI-Kompetenz ab, wie ein TELucation-Beitrag der TU Graz dokumentiert. Sämtliche Inhalte stehen als Open Educational Resources unter CC BY 4.0. Datenschutzhinweise sind auf der Plattform selbst abrufbar.

Relevanz für Lehrpersonen

Für Lehrpersonen bietet die Plattform zwei Anknüpfungspunkte. Erstens als Selbstlernangebot zum strukturierten Erwerb von Promptkompetenzen und zweitens als wiederverwendbares Lernmaterial im Unterricht, da die offene Lizenz Bearbeitung und Weitergabe erlaubt, sofern die Quelle genannt wird. Eine Erweiterung des Angebots für Schüler:innen und Lehrkräfte ist laut TU Graz vorgesehen.

Der niedrigschwellige Einstieg ist gerade dann hilfreich, wenn KI-Werkzeuge im Schulalltag bereits eingesetzt werden, das Prompting aber wenig systematisch erfolgt. Wer Promptstrategien bewusst lernt, kann diese Reflexion später an Schüler:innen weitergeben. So entsteht eine Grundlage für eigenständiges, kritisches Arbeiten mit KI im Unterricht.

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung generativer KI formuliert und redaktionell geprüft.

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