Marktplatz Lernapps

Digitale Lernapps für den Unterricht: Pilotphase des Marktplatz Lernapps läuft
Digitale Lernapps sind für viele Lehrpersonen bereits ein fester Bestandteil des Unterrichts. Gleichzeitig stellt sich oft die Frage, welche Anwendungen pädagogisch sinnvoll, datenschutzkonform und technisch zuverlässig sind. Genau hier setzt der neue Marktplatz Lernapps des Bundesministeriums für Bildung an. Die Plattform startete im Sommersemester 2026 in einer Pilotphase und ermöglicht Schulen erstmals einen zentralen Zugang zu qualitätsgeprüften digitalen Lernapps.
Zentraler Zugang zu geprüften Lernapps
Der Marktplatz Lernapps ist eine Initiative des Bildungsministeriums und wird vom OeAD umgesetzt. Ziel ist es, Schulen den Zugang zu digitalen Lernmitteln deutlich zu erleichtern und gleichzeitig sicherzustellen, dass diese Anwendungen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.
Damit eine Lernapp über den Marktplatz verfügbar ist, muss sie zuvor ein Qualitätsprüfverfahren durchlaufen. Dabei wird unter anderem überprüft, ob die Anwendung pädagogisch sinnvoll einsetzbar ist, technisch zuverlässig funktioniert und die geltenden Datenschutzanforderungen erfüllt. Schulen erhalten damit eine kuratierte Auswahl vertrauenswürdiger digitaler Lernangebote.

Pilotphase im Sommersemester 2026
Der Marktplatz Lernapps startet im Sommersemester 2026 zunächst in einer Pilotphase. Schulen der Sekundarstufen I und II können sich freiwillig daran beteiligen. Die Anmeldung erfolgt durch die Schulleitung direkt über die Plattform und ist noch bis 27. März 2026 möglich.
Nach der Anmeldung kann die Schulleitung im Bildungsportal Lehrpersonen berechtigen, Lernapps für ihre Klassen auszuwählen und zu bestellen. Der öffentliche Katalog der verfügbaren Apps ist seit Ende Februar einsehbar und wird laufend ergänzt.
Die bestellten Lizenzen gelten in der Pilotphase als Semesterlizenzen und können bis zum 31. August 2026 genutzt werden.
Budget für jede Schule
Ein wichtiger Bestandteil der Pilotphase ist ein eigenes Budget für digitale Lernapps. Jede Schule erhält ein Kontingent von 13 Euro pro Schüler:in, das für die Bestellung von Apps genutzt werden kann. Die Höhe des Budgets wird automatisch anhand der Schülerzahlen berechnet und im digitalen Warenkorb angezeigt.
Die Auswahl der Lernapps erfolgt schulautonom. Das bedeutet, dass Schulen selbst entscheiden können, welche Anwendungen sie nutzen möchten und ob diese für einzelne Klassen, Jahrgänge oder für die gesamte Schule eingesetzt werden.
Unterstützung für modernen Unterricht
Der Marktplatz Lernapps soll Lehrpersonen dabei unterstützen, digitale Werkzeuge gezielter im Unterricht einzusetzen. Gleichzeitig soll er individualisiertes Lernen, selbstständiges Arbeiten und den kompetenten Umgang mit digitalen Geräten fördern.
Auch organisatorisch bringt die Plattform Vorteile. Die Auswahl, Bestellung und Verwaltung der Lernapps erfolgt zentral über eine benutzerfreundliche Oberfläche. Damit entfällt für Schulen ein großer Teil der bisherigen Einzelrecherchen und Beschaffungsprozesse.

Chance für Schulen in der Pilotphase
Nach Abschluss der Pilotphase ist geplant, den Marktplatz Lernapps ab dem Schuljahr 2026/27 in den Regelbetrieb zu überführen.
Gerade deshalb kann es sich für Schulen lohnen, bereits jetzt an der Pilotphase teilzunehmen. Es bietet sich die Möglichkeit, digitale Lernapps im Unterricht zu testen, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig von einem bereitgestellten Budget zu profitieren.
Die Anmeldung ist noch bis Ende März möglich. Es wäre schade, wenn diese Gelegenheit ungenutzt bleibt.