KI verändert Lernen – nicht nur den Unterricht

Florian -
Illustration mit dunkelblauem, digital wirkendem Hintergrund und vernetzten Linien. In der Mitte steht groß der Schriftzug „KI verändert Lernen“, wobei „KI verändert“ gelb und „Lernen“ grün dargestellt ist. Rundherum schweben Symbole wie Bücher, Tablets, Diagramme und digitale Oberflächen, die Vernetzung und Technologie im Bildungsbereich darstellen. Florian Wanner Canva AI

Künstliche Intelligenz verändert Schule grundlegend. Schülerinnen und Schüler nutzen KI heute beim Recherchieren, Schreiben, Übersetzen, Rechnen oder Zusammenfassen von Texten. KI ist damit kein zusätzlicher Lernstoff wie ein neues Kapitel im Buch, sondern ein Werkzeug, das Lernprozesse selbst beeinflusst. Genau deshalb ist ein eigenes Fach „Künstliche Intelligenz“ pädagogisch nicht sinnvoll.

Aus lernpsychologischer Sicht unterstützt KI das Denken. Sie kann Routineaufgaben übernehmen und so das Arbeitsgedächtnis entlasten. Laut Cognitive Load Theory entsteht dadurch mehr Raum für vertieftes Verstehen und Problemlösen. Das funktioniert aber nur, wenn Lehrkräfte den Einsatz klar anleiten. Ohne Anleitung besteht die Gefahr, dass Ergebnisse einfach übernommen werden, ohne sie wirklich zu verstehen oder kritisch zu prüfen.

Lernen findet immer im Fachkontext statt. KI-Kompetenz bedeutet nicht nur zu wissen, wie man eine gute Eingabe formuliert. Entscheidend ist, wie KI in unterschiedlichen Fächern sinnvoll eingesetzt wird. Im Deutschunterricht kann sie helfen, Texte zu überarbeiten. In Mathematik kann sie Lösungswege erklären oder Modelle simulieren. In den Naturwissenschaften unterstützt sie bei der Datenauswertung. In Geschichte oder Ethik kann sie Anlass sein, über Quellen, Perspektiven und mögliche Verzerrungen nachzudenken. Die Variation Theory zeigt, dass echtes Verständnis entsteht, wenn Wissen in verschiedenen Zusammenhängen angewendet wird. Ein eigenes Fach würde diese Verbindungen künstlich trennen.

Mit KI verändert sich auch die Rolle der Lehrperson. Lehrkräfte bleiben zentrale Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter. Sie zeigen, wie man KI kritisch nutzt, formulieren klare Lernziele und machen Denkprozesse sichtbar. Gleichzeitig müssen Schülerinnen und Schüler lernen, Ergebnisse zu hinterfragen. Ist die Antwort korrekt? Gibt es Vorurteile im System? Habe ich das Ergebnis wirklich verstanden? Diese Fragen betreffen alle Fächer.

KI ist daher keine zusätzliche Disziplin, sondern eine neue Basistechnologie, ähnlich wie das Internet oder der Taschenrechner. Sie beeinflusst Denken, Lernen und Leistungsnachweise in allen Bereichen. Statt ein eigenes Fach zu schaffen, ist es sinnvoller, den Umgang mit KI in bestehende Fächer zu integrieren. Die entscheidende Aufgabe besteht darin, Unterricht so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler in allen Fächern lernen, KI reflektiert, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen.

Gastblogbeitrag im Standard von Bernhard Gmeiner: KI statt Latein: Sieben kritische Fragen zur Reform

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von ChatGPT 5.2 formuliert. 

 

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