Gleichbehandlungsbericht des Landes Tirol

Der neue Gleichbehandlungsbericht 2023/2024 des Landes Tirol ist erschienen – und er zeigt klar: Gleichbehandlung ist kein Randthema, sondern ein zentraler Baustein für eine moderne, faire Arbeitswelt. Der Bericht beleuchtet, wie vielfältig die Herausforderungen im Landesdienst sind und welche Fortschritte bereits erzielt wurden.
Besonders sichtbar wird, wie stark sich die Teams der Gleichbehandlungsbeauftragten, Vertrauenspersonen und Servicestellen für mehr Transparenz, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander einsetzen. Von neuen Auswahlprozessen, über verbesserte Kinderbetreuung, bis hin zu Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen – vieles ist in Bewegung.
Gleichzeitig zeigt der Bericht auch, wo noch Handlungsbedarf besteht: etwa bei der Einstufung administrativer Stellen, beim Ausbau der Betreuungseinrichtungen oder bei verpflichtenden Fortbildungen zu Diskriminierung und Dienstrecht.
Hier ein paar Fakten aus dem Bericht:
1. Allgemeine Verwaltung
- Der Frauenanteil liegt insgesamt bei 55 %, in Führungsfunktionen jedoch nur bei 36 % – das Ziel von 50 % wird weiterhin verfehlt, zeigt aber eine langfristige Steigerung (2003: 9 %).
- Wichtige Verbesserungen: neuer Frauenförderungsplan, transparente Auswahlverfahren, Einführung von Führung in Teilzeit, Ausbau der Kinderbetreuung und verstärkte Schulungen zu "Diversity"
- Die Servicestelle bearbeitete 1.764 Anfragen, hauptsächlich zu Geschlecht (50 %) und Behinderung (36 %).
- Teilzeit bleibt stark weiblich geprägt: 86 % der Teilzeitkräfte sind Frauen.
- Menschen mit Behinderungen machen 7 % der Beschäftigten aus; die gesetzliche Quote wird übererfüllt.
2. Tirol Kliniken GmbH
- Insgesamt wurden 468 Anliegen an die Gleichbehandlungsstelle herangetragen, davon 71 % durch Frauen.
- Hauptthemen: Geschlecht (40 %), Behinderung (15 %) und Fairnessfragen (26 %).
- Zahlreiche Sensibilisierungsmaßnahmen wurden umgesetzt, darunter Programme zum "Internationalen Frauentag" und Weiterbildungen für Führungskräfte.
- Die Kliniken beschäftigen 627 Menschen mit Behinderungen (7,7 %), weit über dem gesetzlichen Soll.
- Der Frauenanteil in Leitungspositionen liegt bei 43 % – Zielwerte werden noch nicht erreicht.
- Teilzeit bleibt stark weiblich geprägt: 59 % der Frauen, aber nur 23 % der Männer arbeiten Teilzeit.
3. Landeslehrer:innen
- Die Gleichbehandlungsstrukturen bestehen aus Kommission, Beauftragter und Kontaktpersonen.
- 2023/24 wurden zahlreiche Schulungen, Beratungen und Hearings durchgeführt.
- Insgesamt 8.271 Lehrpersonen arbeiten in Tirol, davon 6.207 Frauen und 2.064 Männer.
- Schulleitungen: 263 Frauen, 219 Männer – in vielen Schularten sind Leitungsposten weiterhin männlich dominiert.
- Der Frauenförderungsplan verpflichtet zu geschlechtsneutralen Ausschreibungen, bevorzugter Aufnahme bei Unterrepräsentation und Schutz vor Diskriminierung.
Wer genauer wissen möchte, wie sich die Zahlen entwickeln, welche Meilensteine erreicht wurden und welche Themen die Zukunft prägen werden – von Barrierefreiheit bis künstliche Intelligenz – findet im Bericht spannende Einblicke und klare Perspektiven.
Der vollständige Bericht bietet noch viele Details, Stimmen aus der Praxis und überraschende Erkenntnisse. Ein Blick hinein lohnt sich und macht sichtbar, wie viel Engagement hinter echter Gleichbehandlung steckt.
Weitere Informationen und Kontaktpersonen für Gleichbehandlung von Tiroler Landeslehrer:innen finden Sie in diesem TIBS-Artikel.
Hier zum Bericht: