Blick über den Tellerrand: Was wir vom Deutschen Schulpreis für Österreich lernen können

Florian -
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Die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck (EGG) hat den Deutschen Schulpreis gewonnen. Warum? Nicht wegen moderner Architektur, sondern wegen einer mutigen Lernkultur. Ein Blick nach Deutschland zeigt faszinierende Parallelen zu innovativen Ansätzen in Österreich und was wir uns für unsere Projekte des selbstgesteuerten Lernens und COOL-Klassen abschauen können.

Wer die EGG betritt, spürt sofort eine besondere Atmosphäre. Der Empfang ist herzlich, die Türen stehen offen. Die Jury des Deutschen Schulpreises lobte besonders diese „Kultur des Willkommens“. Doch der eigentliche Star ist das pädagogische Konzept:

Vertrauen statt Kontrolle.

 

Das Herzstück: „Freies Lernen“ als Hauptfach

In Gelsenkirchen ist selbstgesteuertes Arbeiten kein Nischenprojekt, sondern ein Hauptfach. Vier Stunden pro Woche, mehr als für manche klassischen Fächer, sind fest im Stundenplan verankert. Hier wählen Schüler ihre Themen weitgehend frei. Egal ob Robotik, Lokalgeschichte oder Biologie, der Schulleiter sieht in diesem Freiraum die wichtigste Innovation seiner Schule.

„Wir trauen euch zu, euren Lernweg selbst zu gehen.“

Diese Haltung spiegelt wider, was in Österreich unter dem Begriff „Selbstreguliertes Lernen“ (SRL) oder im Rahmen von COOL (Cooperatives Offenes Lernen) bereits an vielen Standorten praktiziert wird. Ähnlich wie in den vielen innovativen Projektidden in österreichischen Mittelschulen oder Gymnasien geht es in Gelsenkirchen nicht um das Abarbeiten von Stoff, sondern um den Erwerb von Kompetenz. Die Parallelen sind greifbar.

Struktur gibt Halt:

Freiheit bedeutet nicht Chaos. Wie in gut geführten österreichischen Freiarbeitsklassen müssen die Schüler in Gelsenkirchen ihren Prozess planen, Ziele setzen, Material suchen und Ergebnisse präsentieren.

Lehrer als Lerncoaches:

Die Rolle der Lehrkraft wandelt sich vom Wissensvermittler zum Begleiter. Sie stehen nicht an der Tafel, sondern bewegen sich zwischen den Schülern, helfen bei Hürden und reflektieren den Fortschritt.

Das Logbuch als zentrales Tool:

Was in Österreich oft „Pensenbuch“ oder „Schulplaner“ heißt, ist in Gelsenkirchen das Logbuch. Es dokumentiert den Lernzuwachs und macht Erfolge sichtbar.

 

Mut zur Lücke

Schulkultur schlägt Ausstattung. Das „Freie Lernen“ zeigt, dass Schüler über sich hinauswachsen, wenn man curriculare Vorgaben zugunsten individueller Interessen etwas lockert. Ob im Ruhrgebiet oder in Tirol, das Ziel bleibt gleich:

Junge Menschen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu erziehen.

 

VideolinkGespräch mit dem Schulleiter der EGG

Videolink: Freies Lernen an der EGG

 

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Google Gemini formuliert. 

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