Unterricht@Home: NMS Nußdorf-Debant

RedakteurIn: Anita Eller
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Text: Robert Mairginter

Unsere Schule profitiert von der Tatsache, dass 6 von 12 Klassen digitale Klassen sind, was bedeutet, dass die SchülerInnen über ein eigenes iPad verfügen. Unsere Schule befindet sich im Jahre drei seit der Einführung und damit konnten wir genügend Erfahrungen sammeln, was uns in dieser Phase außerordentlich zugute kommt.

Welche Plattform nutzt ihr?
Die Aufgaben stellen wir auf OneNote unseren Schützlingen zur Verfügung.
In den nicht digitalen Klassen erfolgt die Bereitstellung der Materialien in erster Linie über die App schoolfox. Diese erlaubt das Versenden von Nachrichten genauso wie das Übermitteln von Dokumenten (Word, PDF, ...) und zwar an die Eltern. Damit wissen diese über die Aufgabenstellungen Bescheid und leiten sie dann an ihre Kinder weiter.

Welche Kommunikationsschiene ist an eurer Schule im Einsatz?
In den digitalen Klassen erfolgt die Kommunikation in erster Linie über Teams. Wie bereits im Forum erwähnt, bietet dieses Tool auch die Möglichkeit von Video-Konferenzen, die wir regelmäßig nutzen (innerhalb der Kollegenschaft; innerhalb des Klassenverbandes).
Wie oben bereits erwähnt, erfolgt die Kommunikation mit den Eltern über schoolfox, vereinzelt nutzt man als Kommunikationskanal auch die TSNmail-Adressen.

Welche Tools und Websites verwendet ihr?
TOOLS
www.geogebra.org (Geometrieaufgaben; viele fertige Beispiele)
www.goconqr.com (Erstellen von Tests)
www.socrative.com (Erstellen von Tests)
www.bookcreator.com (erlaubt das Erstellen von "Büchern")
Excel (damit lassen sich mittels bedingter Formatierung bzw. mittels vba Selbstlernkurse erstellen)
WEBSITES
www.aufgabenfuchs.de (Mathematik, Geografie – viele tolle Online-Übungen)
www.khanacademy.de
www.mathetrainer.at (dieses Tool stellt der Veritas-Verlag zur Verfügung)
www.sgs.at/rechenarena/ (Rechentrainer)
www.schlaukopf.de (Rechentrainer)
www.realmath.de (verschiedenste Übungsaufgaben)

Wie lauten die Arbeitsaufträge für eure Schüler/innen?
Das hängt von der Thematik und vom Alter der SchülerInnen ab.

Sind diese nur digital auszuführen oder auch analog zu erledigen?
Es ist ein gesunder Mix aus analogen (Merktexte ins SÜ-Heft; Hausübungen ins HÜ-Heft) und digitalen Inhalten (Online-Übungen; Excel-Dateien; …)

Wie umfangreich sind eure Arbeitsaufträge in den einzelnen Fächern?
Diese sind sehr unterschiedlich. In Chemie z.B. erfolgen diese wöchentlich (Merktext eintragen; Verständnisfragen beantworten; Wiederholungsfragen über ein Online-Tool beantworten).
In Mathematik versuchen wir, das angebotene Material möglichst abwechslungsreich zu gestalten.

Was würdet ihr anderen Schulen empfehlen? Was ist bisher an eurer Schule gut umgesetzt worden?
Die Arbeitsaufträge sollten nicht zu umfangreich sein. Wir haben auch sogenannte Lern-Buddys (Lerntandems) eingeführt. Dabei unterstützen die SchülerInnen sich gegenseitig, bei der Zuordnung haben wir schon darauf Rücksicht genommen, dass gute SchülerInnen eher lernschwache SchülerInnen unterstützen.
Die momentane Situation hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierungsoffensive in den letzten Jahren war. Der Ausbau der Infrastruktur (Breitband, Glasfaserkabel) ist - ich spreche für den Bezirk Lienz - weitgehend abgeschlossen. Im nächsten Schritt sollte man Vor- und Nachteile der Anbieter gegenüberstellen und sich überlegen, welche Lernumgebungen wir (OneNote, Moodle, LMS, classroom…) im Bundesland Tirol verwenden sollten. Die Auswahl muss reduziert werden, um gezielt Fortbildungsmaßnahmen zu setzen. Entscheidend ist natürlich die Kostenfrage, weil von den oben genannten Beispielen nicht alle unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

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Datum: Do. 02.04.2020