Musikgeräte stimmen - das geht auch per App

RedakteurIn: Gerald Perfler
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Wer sich beim Stimmen des eigenen Instruments immer schon geplagt hat, v.a. dann, wenn das Stimmgerät gerade wieder einmal nicht zur Hand war, wird sicher schon gemerkt haben, dass es mittlerweile durchaus feine Hilfsmittel zum Stimmen des Instruments gibt. Diese feinen Hilfsmittel sind Apps, die man - nach erfolgter Installation natürlich - immer dabei hat, zumindest solange das entsprechende Smartphone oder Tablet dabei sind.

Funktionen:

Bei allen aufgelisteten Apps handelt es sich um universelle Stimmgeräte, die für unterschiedliche Instrumente geeignet sind, und sich nicht auf einzelne Instrumente spezialisiert haben. Aus diesem Grund ist der Funktionsumfang der Apps sehr ähnlich und die sie dürften auch von der Genauigkeit her ein ähnliches Niveau aufweisen. Die im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlichsten Unterschiede sind somit wohl in der Art der Visualisierung zu finden.

Mögliche Zusatzfunktionen wären etwa:

  • Metronomfunktion (auch optisch in Form von Blinklicht)
  • unterschiedliche einstellbare Stimmungen
  • unterschiedliche einstellbare Notationen
  • Aufnahmefunktion
  • Tuning History

Kosten:

Einige der angegebenen Apps sind zumindest in einer Basisversion kostenlos. Manche bieten zusätzlich eine zu bezahlende Version an, die dann mehr Funktionen bietet, einige sind von vornherein nur in einer Bezahlversion erhältlich. Je nachdem welche Ansprüche man stellt, ist somit wohl für jede_n etwas dabei.

Exemplarische Auflistung von Apps:

Sinn oder Unsinn:

Wer immer wieder das eigene Musikinstrument zu stimmen hat und nicht mit einem sehr exakten Gehör gesegnet ist, wird früher oder später zu einem Hilfsmittel greifen. Dies wird dann entweder ein eigenes Stimmgerät oder eine entsprechende App sein. Für die Apps spricht sicher die Tatsache, dass man kein zusätzliches Gerät mitnehmen muss. Darüber hinaus bieten die einzelnen Apps oft noch viele zusätzliche Möglichkeiten an (etwa ein Metronom) und sind meist sehr leicht zu bedienen. Wenn die Ergebnisse vereinzelt dennoch nicht zufriedenstellend ausfallen, liegt dies meist am Mikrofon. Wenn die Hersteller des eigenen Mobiltelefons an diesem Punkt gespart haben, kann selbst die beste App keine Wunder mehr wirken. Es empfiehlt sich also wie immer, die Apps vor einem eventuellen Kauf entsprechend zu testen, und im Bedarfsfall die zeitlich begrenzten Rückgabemöglichkeiten der Appshops zu nutzen.

Einsatz im Unterricht:

Wer im Unterricht öfter Geräte zu stimmen hat, und dies eventuell auch von Schüler_innen durchführen lassen möchte, trifft mit Apps sicher deren Geschmack. Dafür reichen bereits die kostenlosen Basisversionen (wenn man mit Werbung leben kann). Die Schüler_innen bekommen mit diesen Apps auf jeden Fall sehr schnell einen Eindruck davon, wie man Musikinstrumente stimmt, und sie können auch verschiedene Einstellungen und Stimmungen selbständig ausprobieren. Somit lässt sich hier durchaus das Nützliche (Stimmen der Geräte) mit dem Unterhaltsamen (Erforschen und Experimentieren, erlaubte Nutzung von den eigenen mobilen Geräten) verknüpfen.

Fazit:

Ein Stimmgerät als App immer mit dabei zu haben, ist sicher für viele Musiker_innen eine praktische Sache. Hobbymusiker_innen wird dabei wohl v.a. die leichte Bedienbarkeit ansprechen, während geübtere Musiker_innen wohl die vielen Einstellungsmöglichkeiten zu schätzen wissen werden. Mit diesen Apps ist es somit wohl in den meisten Fällen nicht mehr unbedingt notwendig ein eigenes Stimmgerät dabeizuhaben.

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Datum: Sa. 10.12.2016