Die Geschichte des Weihnachtsbaums

RedakteurIn: Harald Zigala
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Was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsbaum?

Woher kommt dieser Brauch? Seit wann stellen wir uns Nadelbäume in die Wohnungen? Machen das alle Menschen auf der Welt – auch jene, die in Wüsten leben? Dürfen auch Laubbäume Weihnachtsbäume sein?

 

Die Geschichte unseres geschmückten Weihnachts- oder Christbaums ist gar nicht so leicht zu verfolgen. Schon im antiken Rom wurden grüne Lorbeerzweige und im nördlich gelegenen Germanien Tannenzweige zur Abwehr böser Geister ins Haus gehängt. Das Grün sollte auch die Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings stärken.

 

Vom Mittelalter bis in die Neuzeit entwickelte sich speziell im heutigen Deutschland immer mehr der Brauch, grüne Bäume – vorwiegend Tannen – zur Weihnachtszeit geschmückt und verziert in die Wohnungen zu stellen. Anfangs nur für die Reichen und Mächtigen, dann immer mehr auch für wohlhabende Bürgersleute.

 

In Österreich gab es auch zur Zeit des Wiener Kongresses nur vereinzelt geschmückte Bäume. Erst die helvetische Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg, Gattin Erzherzog Carls, schaffte über die kaiserliche Familie einen Durchbruch für den Christbaum. Immer mehr Adelige folgten diesem Brauch. Dennoch war der Weihnachtsbaum beim Volk sehr lange unbeliebt, da viele darin eine Bedrohung für die Weihnachtskrippe sahen. Dennoch hat er es über die Jahrhunderte geschafft, ein unverzichtbarer Teil unseres Weihnachtsfestes - fast überall auf der Welt zu werden.

 

Und so können wir fröhlich zu der Melodie von „Oh Tannenbaum“ uns weitere Fragen überlegen:

Hat Zürich wirklich einen „singenden“ Weihnachtsbaum? Warum kommt der Christbaum am Trafalgar Square immer aus Norwegen? Wieso glauben die Menschen in Dortmund, dass sie den höchsten Weihnachtsbaum der Welt haben? Gibt es auch Weihnachtsbäume auf dem Wasser?

Ein frohes Fest!

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Datum: Sa. 19.12.2020