21. Februar - Internationaler Tag der Muttersprache

RedakteurIn: Anita Eller
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Etwa die Hälfte der weltweit gesprochenen Sprachen ist vom Aussterben bedroht, deshalb hat die UNESCO den Internationalen Tag der Muttersprache als Gedenktag zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit ausgerufen. Dieser Gedenktag wird seit dem Jahr 2000 am 21. Februar begangen und dazu genutzt, die Aufmerksamkeit auf Minderheitensprachen zu fokussieren. Wenn diese Sprachen nicht an die nächsten Generationen weitergegeben werden können, werden sie vergessen.

Es gibt viele Gründe, warum Sprachen verloren gehen können. Die Kolonialherrschaften der vergangenen Jahrhunderte haben beispielsweise dazu beigetragen, dass ursprüngliche Sprachen in den Kolonien nicht mehr verwendet wurden.

Auch die Globalisierung wird als Grund gesehen, der das Sprachensterben vorantreibt. Die Teilhabe an der modernen Welt setzt nämlich voraus, dass eine oder mehrere Sprachen beherrscht werden, die als Hauptsprachen gelten. Kinder werden daher oftmals nur mehr mit diesen Hauptsprachen vertraut gemacht, anstatt sie in der Minderheitensprache ihrer Vorväter zu sozialisieren.

Verwendete Quellen:
Wikipedia: Internationaler Tag der Muttersprache
Aussterbende Sprachen – weltweit 3.000 Sprachen in Gefahr

Anlässlich des Tages der Muttersprache finden in der Stadtbibliothek Innsbruck am 21. Februar 2020 viersprachige Bibliotheksführungen statt.

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Datum: Mi. 19.02.2020