Waffenhändler und - produzent: Immer Ami und Russ'? No, it's us.

Typhoon - Eurofighter
Bildquelle: Wikimedia Commons

Immerhin, die Arbeitslosigkeit in manchen Regionen Europas wird offenbar weniger zunehmen als anderswo - also müssen wir jene Industrien und Entwicklungsstandorte stärken, welche sich mit der Vernichtung der eigenen Art beschäftigen - solange die Testregionen nicht dort sind, wo die Erzeugung und damit verbundenen Anstellungsverhältnisse stattfindet. Meine Worte klingen "eklig gutmenschig", man könnte auch im herkömmlichen Sinne "pharisäerhaft" anmerken, doch jedem empathischen Bewohner dieses Planeten ist schon irgendwie einsichtig, dass es absurd ist auf der einen Seite Friedenskongresse abzuhalten und Tausende Delegierte durch alle Krisenregionen zu schicken und andererseits eben jene  zur selben Zeit mit global-fatalen Waffensystemen auszurüsten, nur um die eigene Wirtschaftskraft zu stützen, aufrecht zu erhalten oder gar zu dopen.

Heuchelei ist hiefür nur der harmloseste Ausdruck - denn eigentlich ist es Verbrechen. Verbrechen, wofür Mörder und Totschläger jahrelang einsitzen, doch uns Europäern, Amis und Russen wird weis gemacht das geschehe alles im Sinne einer "Volkswirtschaft" die uns ohne diese Waffenproduktionsstätten verhungern ließe. "Der Krieg ist der Vater aller Dinge" heißt es, doch rein logisch betrachtet stellt sich mir die Frage, ob ich wirklich aller Dinge bedarf - und wenn ich auf alle Dinge verzichte und nur die in Anspruch nehme, welche ich brauche - müssten sich dann nicht der eine oder andere Krieg erübrigen?

Bei solche Berichten wie diesen erinnere ich mich immer wieder an "Bowling for Columbine" von Micheal Moore als er in Littelton mit seiner "naiven" Interviewtechnik in die Lockheedfabrik marschierte und dem befragten mittleren Managment so gar nichts einfiel auf seine "naiven" Fragen. Ähnlich würde es wohl in den den europäischen Companies zugehen besäßen wir einen Michael Moore. Also inverstieren wir weiterhin in den Tod der anderen, damit wir so weiterleben dürfen wie bisher, mich nicht ausgenommen. "Industriestandorte gehören gesichert - sonst werden sie verlagert." Ist das nicht die Standardantwort? Seltsamerweise steigen die Arbeitslosenzahlen überall trotz aller Bemühungen um Beibehaltung. Womit das denn zu tun hat?

Auch verstehe ich nicht ganz, inwiefern Dubai unbedingt so viele Typhoons - auch bekannt als Teurofighter - braucht? Da gibt es über eine Millionen von beinahe versklavten Gastarbeitern aus Sri Lanke, Pakistan und Indien, denen man dieses Geld einfach schenken könnte - und man hätte mehr für die Menscheit erreicht. Ach ja, ich hab vergessen, es gilt ja "unsere" Ölvorräte zu schützen. Wir waren früher da als die anderen. Und wer sind wir, nein, nein, nein - es sind sicher nicht die Europäer, oder doch?

Ich hab noch etwas vergessen: Würden die anderen nicht so streiten miteinander, dann müssten wir ihnen nichts zur Verteidigung verkaufen. Wir Innsbrucker, wir Tiroler, wir Österreicher, wir Europäer, wir Menschen, wir Säuger, wir Wirbeltiere, wir Lebewesen, ...

Weiterführende Links (Bitte mit STRG+SHIFT+Mausklick öffnen):

Bildquelle: 
Wikimedia Commons

Suchen