UTS - Dr. Hans Henzinger - Schulpsychologie Tirol

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Bildquelle: Hans Henzinger

Das Interview als Audiodatei finden Sie am Ende dieses Beitrags!

Dr. Hans Henzinger ist Leiter der Abteilung Schulpsychologie - Bildungsberatung im Landesschulrat für Tirol. Damit vertritt er mit seinem Team von MitarbeiterInnen alle psychologisch-pädagogischen Belange im Bereich des Landesschulrates.

Hans Henzinger

Die Schulpsychologie – Bildungsberatung stellt stellt ein zentrales Helfersystem für die Tiroler Schule dar. Als öffentliche Einrichtung wird fachpsychologische Hilfe kostenlos und unabhängig angeboten, bei Bedarf auch anonym.

Schulpsychologie - Bildungsberatung

Schulpsychologische Einzelfallhilfe bietet Ratsuchenden Hilfe bei Schwierigkeiten beim Lernen und in der Schule in Form von Abklärung und Beratung.
Schulpsychologische Bildungsberatung bietet andererseits psychologisch fundierte Begabungs- und Interessensdiagnostik, wenn es darum geht, den passenden Ausbildungsweg zu finden.

Die Beratungsangebote richten sich vorwiegend an SchülerInnen und deren Eltern sowie LehrerInnen.

In Tirol stehen aktuell an 10 Beratungsstellen in allen Bezirken 13 SchulpsychologInnen zur Verfügung. Zusätzliche Unterstützung bieten 4 PsychologInnen des Österreichischen Zentrums für psychologische Gewaltprävention mit Sprechstunden an Schulen und Interventionen im Fall von Gewalt und Mobbing sowie Krisen.

Die fallbezogene Arbeit betrifft überwiegend SchülerInnen mit Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ihrer schulischen Ausbildung. Lernschwierigkeiten wie Überforderung, Lese-/Rechtschreibschwäche und Rechenschwäche belasten nicht selten auch die Seele der SchülerInnen und führen immer wieder auch zu psychischen und psychosomatischen Problemen. Lernschwierigkeiten verkomplizieren oft auch Beziehungen zu LehrerInnen und Eltern.



 

Weiters spielen in der schulpsychologischen Arbeit SchülerInnen mit auffälligem Verhalten eine große Rolle. Während einige dieser Kinder ihre Probleme eher nach außen verarbeiten (Unruhe, Verweigerung, Aggression, u.a.), richten andere ihre Probleme gegen sich (Ängste, psychosomatische Beschwerden, sozialer Rückzug, Selbstwertprobleme, u.a.).

Neben der Psychodiagnostik werden in die Fallarbeit auch Gespräche mit LehrerInnen, Schulaufsicht, BeratungslehrerInnen und SchulärztInnen einbezogen.

Kriseninterventionen fordern SchulpsychologInnen sowohl bei persönlichen Krisen, z.B. bei Mobbing, selbstverletzendem Verhalten, akuter Suizidalität, aber auch, wenn Schulen oder Klassen betroffen sind, wie z.B. bei Todesfällen von SchülerInnen und immer öfter bei Bedrohungslagen (schwere Drohungen gegen MitschülerInnen und Lehrpersonen, Amokdrohungen).
 

Darüber hinaus bemüht sich die Schulpsychologie, auch mithilfe strategischer Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Problemen beizutragen:

  • Leichter Lesen und Schreiben lernen
  • Lese-Rechtschreib-Förderung an Hauptschulen
  • Ausbildung schulinterner Krisenteams
  • Entwicklung eines Notfallplans "School-Shooting" für Schulen
  • Plattform Kind und Familie - Vernetzungsprojekt für Fachleute, die mit Kindern arbeiten

Plattform Kind und Familie

  • Netzwerk "Gemeinsam für Fairness und gegen Gewalt an Schulen in Tirol" mit Angeboten für Arbeit mit Klassen und für die LehrInnenfortbildung

Netzwerk gegen Gewalt

  • "Projekt Zukunft" – Identifikation und Förderung hochbegabter Kinder
  • Entwicklung von Kooperationsmodellen schulnaher Supportsysteme mit der Schulaufsicht nach dem Modell 1+3 (Krisenprävention)
  • Ausbildungslehrgang "Schüler- und Bildungsberatung" -  2010 wurde der 4. Lehrgang (3-jährig) begonnen
  • MaturantInnenberatung - weiterer Ausbau des Projekts "Studienchecker" an AHS und BMHS

Das Gespräch führte Anita Eller 

Weblinks:

Hinweis: die angeführten Webseiten werden derzeit gerade überarbeitet, daher werden tlw. Umleitungen angeführt.

Das Interview als Download ==> hier!

Interview mit Dr. Hans Henzinger
Bildquelle: 
Hans Henzinger

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