Roland Teissl - LSI für die berufsbildenden Pflichtschulen

icon
Bildquelle: Roland Teissl

Das Interview als Audiodatei finden Sie am Ende dieses Beitrags!

Herr Roland Teissl hat in Innsbruck die Handelsakademie besucht und ist 1978 als Berufsschullehrer an der kaufmännischen Berufsschule in Wörgl in den Landesdienst eingetreten. Seit 1. Dezember 2009 übt er die Funktion des Landesschulinspektors für die Tiroler Fachberufsschulen aus.

LSI Roland Teissl

LSI Roland Teissl (2. von links)

Sein Aufgabengebiet umfasst die drei Kernbereiche:

  • Lehrplanarbeit - Landeslehrpläne für die Tiroler Fachberufsschulen
    (ca. 190 an der Zahl)
  • Schulaufsicht
  • Schulentwicklung

Er ist für den pädagogisch-administrativen Bereich von 23 Berufsschulen mit rund 570 LehrerInnen und an die 13 000 SchülerInnen allein verantwortlich.

Während seiner Amtszeit konnte er erreichen, dass aller Voraussicht nach bereits ab Herbst 2012 in Tirol ein neues Tiroler Berufsschul-Organisationsgesetz in Kraft treten wird. Die Gesetzesänderung wird den Tiroler Fachberufsschulen mehr Flexibilität bei der Gestaltung von schulautonomen Klassen und SchülerInnengruppen erlauben.

Auch kann Herr LSI Teissl davon berichten, dass es ihm in Zusammenarbeit mit dem Institut für Berufspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Tirol gelungen ist, allen neuen BerufsschullehrerInnen ein BegleitlehrerInnensystem zur Seite zu stellen, sodass sie den Anforderungen der neuen Lernkultur, die vor allem die Umsetzung kompetenzorientierten Unterrichts fordert, gewachsen sind. An der Pädagogischen Hochschule Tirol startet im Herbst ein Hochschullehrgang zur Ausbildung solcher BetreuungslehrerInnen.

Als größte Herausforderung sieht der Landesschulinspektor die Notwendigkeit, das Image der dualen Lehrlingsausbildung anzuheben, um einem drohenden FacharbeiterInnenmangel entgegensteuern zu können.

Ich glaube, jemand muss von innen heraus zur Überzeugung gelangen: Beruf ist etwas Schönes, Beruf bereitet mir Freude. [...] Neben kognitiver Bildung gibt es eben auch eine andere Art der Bildung, Berufsausbildung, handwerkliche Bildung, die auch Freude bereiten kann und man tut als Elternteil gut daran, wenn man zulässt, den Jugendlichen einen Beruf erlernen zu lassen, der ihm Freude bereitet.

Jugendliche, die nach Beendigung der allgemeinen neunjährigen Schulpflicht ein Lehrverhältnis eingehen, sind zum Besuch einer Berufsschule verpflichtet. Die Dauer der Berufsschulpflicht beträgt je nach Lehrberuf 2 bis 4 Jahre. Aufgabe der Berufsschule ist es, den Lehrlingen durch berufsbegleitenden Unterricht die grundlegenden theoretischen Kenntnisse zu vermitteln, die Allgemeinbildung zu erweitern und die betriebliche Ausbildung zu ergänzen.

Das Gespräch führte Anita Eller.

Weblinks:

Tiroler Bildungswegweiser - Berufsschulen

Tiroler Fachberufsschulen

Interview mit LSI Roland Teissl
Bildquelle: 
Roland Teissl

Suchen
TiBS - Adventskalender
17