Peitschenschnöllen, auch Aperschnalzen genannt

Peitschenschneller
Bildquelle: bilder.tibs.at/Susanne Ackermann

Durch Frühlingsbräuche soll die kalte Jahreszeit vertrieben werden, damit die Natur im Frühjahr wieder zu neuem Leben erwachen kann. Einer dieser Riten ist das Peitschenschnöllen. Durch das laute Knallen der bis zu 4 Meter langen Peitsche (auch "Goaßl" / Dialektwort zu "Geißel") werden die Wintergeister verjagt und die Frühlingsgeister geweckt. Die Tradition des Peitschenschnöllens wird in Innsbruck besonders in Hötting noch heute gepflegt. "Geschnöllt" wird von Jänner bis zum Faschingsdienstag.

In Salzburg und auch Bayern wird dieser Brauch mit "Aperschnalzen" bezeichnet. (aper = schneefrei)

In Südtirol fand früher das Knallen mit einer langen Peitsche auch in den Sommermonaten Verwendung und diente als Verständigungsmittel vom Berg ins Tal.

Goaßl = Peitsche

Peitsche

Bild: Wikimedia Commons/Hans Lauterbach

Peitschenschnöller in Innsbruck

Peitschenschneller in Innsbruck

Bild: bilder.tibs.at/Susanne Ackermann

Weblinks:

Bildquelle: 
bilder.tibs.at/Susanne Ackermann

Suchen