Online-Foren - und ihre Schattenseiten: "Der unsichtbare Mensch"

Do not feed the Troll
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"Seit jeher, in absoluten Systemen oder Krisenzeiten, kann Anonymität lebensnotwendig sein. Derzeit stellt uns der Balanceakt zwischen dem schützenswerten Recht auf Privatsphäre und dem Bedürfnis nach einem respektvollen Zusammenleben vor neue Herausforderungen. Gerade im Netz zeigt sich die Schattenseite der Namenlosigkeit, in Onlineforen wütet die anonyme Masse. Denn die scheinbare Unsichtbarkeit im Netz enthemmt virtuelle Diskussionen maßgeblich.

Ingrid Brodnig, netzpolitische Redakteurin in Wien, hat die Geschichte der Anonymität aufgearbeitet und erklärt, wie das Internet die Debatte nun zusätzlich anheizt. Sie liefert keine einfachen Antworten, sondern brauchbare Vorschläge, wie man sowohl Cyberaktivisten schützen als auch moderne Heckenschützen entwaffnen kann. (Quelle: www.czernin-verlag.com)

"... Kein Forum für Sexismus und Rassismus

Auch für Puls4-Infochefin Corinna Milborn ist hier eine Grenze erreicht. Man könne als Medium fast nicht mehr gegen diese Missstände anschreiben, denn in den Foren unter solchen Artikel würde mehr "Rassismus publiziert als man an Anti-Rassismus im Artikel überhaupt unterbringen kann." Milborn definiert User-Kommentare als "Publikationen im selben Medium", somit schadeten menschenverachtende Kommentare unweigerlich der Reputation. "Am schlimmsten erlebe ich das bei der Presse. Der Tonfall im Forum lässt sich nicht mehr mit dem Anspruch als Qualitätsmedium vereinbaren." ... " (Quelle: futurezone.at)

Ich hatte mal vor Jahren den Fehler gemacht - damals als die ersten Forenstrukturen im STANDARD geschaffen wurden - mich mit meinem REALNAME anzumelden und mir auch die Reaktionen auf meine Forumsbeiträge vor allem zu den bereichen Bildung und Schule zusenden zu lassen. Das Posten habe ich ganz schnell wieder aufgegebe, denn ich wurde zugemüllt mit untergriffigen Bösartigkeiten seitens anonymer Forumsmitglieder, denen mein Beitrag egegn den Strich gegeangen war. Die beliebteste Methode war mich einfach als Idiot und Trottel hinzustellen, als "geistiges Würstel".

Seither lese ich Kommentare zwar - vor allem in Hinblick auf wertvolle Zusatzinformationen und verwertbare Links - aber einige Hasspostings von manchen Usern erschüttern mich sehr und lassen mich am Menschen an sich zweifeln. Das eine oder andere Mal bin ich dann wieder versucht zurückzuposten, doch wir wissen ja wie das war am Beginn des 2. Weltkriegs ("Ab 5 Uhr wird zurückgeschossen.") und was daraus geworden ist. Was mich auch immer wieder verwundert ist wie angebliche "Intelligenz" sich in "Idiotie" verwandeln kann. Es bewahrheitet sich die Redensart, dass Intelligenz nicht vor Dummheit schützt.  So bin ich auch nicht besonders unglücklich darüber, dass die Kommentarfunktion am TIBS nicht offen zugänglich ist.

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