Leitfaden Social Media

Leitfaden Social Media
Bildquelle: Leitfaden Social Media

GÖD-APS, LCH (CH) und VBE (D) legen diesen Leitfaden vor, um Lehrpersonen die Orientierung im Hinblick auf Auftritte in den Social Media zu erleichtern. Die interaktive Welt des Web 2.0 macht selbstverständlich keinen Bogen um die Schule. Umso notwendiger ist es für Lehrerinnen und Lehrer, souverän mit dieser virtuellen Welt umzugehen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee des Drei-Länder-Projekts. Die Ergebnisse einer Umfrage bei zuständigen staatlichen Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bestärken die Annahme, dass eine Orientierungshilfe dringlich ist. Der Leitfaden möchte Lehrpersonen und Schulleitungen einerseits verschiedene Verhaltensweisen im sozialen Netzwerk und hilfreiche Profileinstellungen aufzeigen, Handlungsempfehlungen im Krisenfall geben, aber auch die Pflichten der Dienstherren oder Dienstgeber bzw. Arbeitgeber benennen und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen.

Zugleich ist der Leitfaden als dringender Hinweis an die Arbeitgeber der Lehrerinnen und Lehrer zu verstehen, die juristische Grauzone auszuräumen und durch klare Regelungen den Lehrkräften Sicherheit im medienpädagogischen Bereich zu geben. Die sich rasant entwickelnden technischen Möglichkeiten für den Umgang mit dem Netz sind nicht nur eine große Chance, sie sind auch eine große Bedrohung der Persönlichkeit, wenn in Unkenntnis agiert wird.
GÖD-APS , LCH und VBE fordern daher:

  • 1. Der Schutz der Lehrperson muss vom Arbeitgeber gewährleistet werden – auch für den Bereich Internet / Web 2.0. Der Arbeitgeber muss verbindlich Rechtsschutz übernehmen.
  • 2. Der Arbeitgeber muss klare juristische Grundlagen gewährleisten, damit Lehrpersonen ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag auch in der Mediennutzung und -bildung der Schülerinnen und Schüler in vollem Maße und geschützt nachkommen können.
  • 3. Der Arbeitgeber muss für die Lehrpersonen eine kompetente Beratungsstelle für den Bereich Internet / Web 2.0 bereithalten.
  • 4. Die Richtlinien für Lehrpersonen im Umgang mit Internet / Web 2.0 dürfen nicht zu einer Maulkorbpraxis führen.
  • 5. Die schulische Prävention gegen Mobbing jeglicher Art muss auf Aktivitäten im Internet / Web 2.0 ausgebaut werden.
  • 6. An jeder Schule müssen Leitfäden für Notfälle existieren und das Handeln bei Vorfällen muss von Schulleitung und Kollegium festgelegt werden.
  • 7. Die Arbeitgeber müssen systematische Fort- und Weiterbildung für Lehrpersonen im Hinblick auf deren berufliche Rolle beim Umgang mit Social Media entwickeln und anbieten.

Quelle:

Gerhard Schatz (GÖD APS Tirol)

Die GÖD APS Tirol wird in den nächsten Wochen jeder Schule ein gedrucktes Exemplar dieses Leitfadens zusenden.

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