Heinrich - Böll - Stiftung: Der Fleischatlas 2014

Schweineschlachtung am Bauernhof
Bildquelle: Wikimedia Commons

Haben Sie heute Radio gehört? Dann werden Sie sicherlich immer wieder den Begriff "Fleischatlas 2014" vernommen haben - eine Expertise der Heinrich-Böll-Stiftung über den zunehmenden Fleischkonsum der Weltbevölkerung. Besonders in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen China und Indien erhöht sich das Bedürfnis in der Mittelschicht nach einem Schnitzel einem Burger oder Schinken. Und so wie bei uns schon seit Jahrzehnten wird das Wohl der zu schlachtenden Tiere nicht unbedingt vorrangig sein. Aber vegan werde ich trotzdem nicht werden, dazu schmeckt mir das Rindsvögelchen und das Gulasch einfach zu sehr ebenso wie der Speck zu meinen Spiegeleiern beim Sonntagsfrühstück.

Doch bin ich mir sicher, dass der gesamte Fleischverzer rapidest abnmen würde, wenn wir die Tiere welche wir so gerne verspeisen zuerst aufziehen und dann selbst schlachten müssten. Ich habe noch keiner Henne den Hals umgedreht.

"In den vergangenen 50 Jahren hat sich der weltweite Fleischverbrauch vervierfacht von 70 Millionen Tonnen im Jahr 1961 auf mittlerweile 283 Millionen Tonnen pro Jahr. Der Weltagrarbericht geht davon aus, dass dieser Trend anhält, wenn der hohe Fleischkonsum der Industrieländer gleich bleibt und städtische Mittelschichten in China und anderen Schwellenländern sich diesem Niveau weiter annähern.

Wo Tiere Gras und andere Pflanzen fressen, die zur direkten menschlichen Ernährung nicht geeignet sind, erhöhen sie das Lebensmittelangebot und leisten einen wichtigen Beitrag zur landwirtschaftlichen Produktion. Sie liefern Dünger, tragen zur Bodenbearbeitung bei, arbeiten als Zug- und Transporttiere, verwerten Abfälle und stabilisieren als Rücklage die Ernährungssicherheit ihrer Besitzer. Die meisten Masttiere aber fressen heute nicht mehr Gras, sondern Mais, Soja, Weizen und anderes Getreide, das auf Ackerflächen wächst, die der direkten Lebensmittelproduktion verloren gehen. ...

... 2010 wurden weltweit etwa 294 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Für 2012 prognostiziert die FAO einen Anstieg der Fleischproduktion auf 297,1 Millionen Tonnen. Im globalen Schnitt standen 2010 pro Person 42,5 Kilogramm Fleisch im Jahr zur Verfügung. In den Entwicklungsländern lag der durchschnittliche Fleischverbrauch bei 32,4 kg pro Person, in den Industriestaaten bei 79,2 kg Fleisch." (Quelle: www.weltagrarbericht.de)

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