Der Thaurer Mullerlauf

Mullerlaufen - Spiegeltuxer
Bildquelle: Reiseführer Tirol - Anton Prock

"In den MARTHA-Dörfern (Mühlau, Arzl, Rum, Thaur, Absam), die auch als Ursprung für diesen Brauch gelten, ist da Mullen oder Matschgern jedes Jahr Höhepunkt nach Weihnachten und Neujahr. Im Jänner und Feber spricht das ganze Dorf nur mehr von Fasnacht. Das Mullerdorf schlechthin ist die Gemeinde Thaur, wo der Fasnachtsbrauch noch als ursprünglich und einwandfrei gilt. Am 15. Jänner jedes Jahr, dem Fest des Dorfpatrons, des hl. Romedius, werden die meisten der schönen und teilweise auch sehr alten Weihnachtskrippen abgebaut und verräumt, und im gleichen Atemzug wird der Muller vom Dachboden oder Keller geholt und hergerichtet.

Am 16. Jänner ist dann ganz Thaur nur mehr auf Fasnacht und Mullen eingestellt und eine Mullerei jagt die nächste. Mit Ausnahme des 2. Februar, Fest Mariä Lichtmess, wird in Thaur fast kein Tag der Fasnacht zu finden sein, an dem man keine Muller sieht oder hört. Seien es die Peitschenschneller, die jungen Muller oder irgendeine andere Gruppe, es ist immer was los. Der Unsinnige Donnerstag, der Donnerstag vor dem Fasnachtssamstag, der ist dann für die Thaurer Muller ein Tag der Trauer, denn an diesem Tag wird das letzte Mal gemullt und dann werden die Larven und Gewänder verräumt und die Fasnacht eingegraben.

Die nächsten drei Tage stehen im Zeichen des Gebetes, der Fasnachtssonntag wird in Thaur als Anbetungssonntag gefeiert und das Allerheiligste ausgesetzt. Am Rosenmontag und Fasnachtsdienstag darf man sich nur mehr unverkleidet an die abgelaufene Fasnacht erinnern und einmal in normaler Kleidung noch ein bisschen feiern. ..." (Quelle: www.egetmann.com)

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Bildquelle: 
Reiseführer Tirol - Anton Prock

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