Beten - Bitten - Gebetsrituale

Albrecht Dürer - Betende Hände
Bildquelle: Wikimedia Commons

"Warum falten wir beim Gebet die Hände? 3 Erklärungen:

1. Es handelt sich um eine Gebetshaltung, die aus dem indischen bzw. ostasiatischen Raum stammt. Sie ist also nicht christlichen oder jüdischen Ursprungs.

2.  Das Händefalten war eine Geste, die mit dem mittelalterlichen Lehnsrecht zusammenhing. Zum Lehnsverhältnis gehörte ein Lehnsvertrag zwischen dem Lehnsherren (Kaiser, Könige, Fürsten) und den Lehnsleuten. Der Lehnseid soll ursprünglich so geleistet worden sein, dass der Lehnsmann seine gefalteten Hände in die zu einer Schale geformten Hände des Lehnsherren legte. Damit wurde ausgedrückt, dass sich der Lehnsnehmer ganz in die Hände seines Herrn begab, ihm Treue und Gefolgschaft schwor. Dieser symbolische Akt brachte zum Ausdruck, was in manchen Gegenden beispielsweise heute noch geschieht, wenn eine Vereinbarung per Handschlag getroffen wird.

3.  Gefaltete Hände galten als Friedensgeste. Sie sollten dem Gegenüber zeigen, dass man in friedlicher Absicht und ohne Waffe in der Hand gekommen war.

Wann das Händefalten als Teil der Gebetshaltung ins Christentum Eingang fand und wie das geschah, ließ sich nicht ermitteln. Wie jeder weiß, gibt es bis heute unterschiedliche Gebetshaltungen (liegend, kniend, stehend). Das war bereits im Judentum so, von dem die christliche Kirche die Formen des Betens übernommen hat. ..." (Quelle: www.advent-verlag.de)

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