Zeitzonen

Wanduhr by Robert Mader / bilder.tibs.at/node/23465
Bildquelle: Wanduhr by Robert Mader / bilder.tibs.at/node/23465

Wer schon einmal einen Computer neu aufgesetzt oder eine längere Flugreise gemacht hat kennt den Begriff „Zeitzonen“. Doch warum gibt es Zeitzonen und was bringen sie?

Grundsätzlich lässt sich die Erde in 24 Zeitzonen einteilen (jede davon ist 15 Grad breit), die an Längengraden verlaufen – theoretisch sehr geradlinig. Beim Wechsel von einer Zeitzone in die nächste verschiebt sich die Uhrzeit um eine Stunde (pro Längengrad beträgt der Zeitunterschied etwa 4 Minuten). So der Idealfall, doch entscheidet ein Land selbst, welcher Zeitzone es angehören will. Dabei spielen oft wirtschaftliche Gründe und Nachbarschaften eine ausschlaggebende Rolle.

Vor der Einführung der Zeitzonen orientierte sich jeder Ort nach dem vorliegenden Sonnenstand – die Zeit wurde also mit Hilfe einer Sonnenuhr bestimmt. Orte, die nicht auf dem selben Längengrad liegen, haben somit auch unterschiedliche Uhrzeiten. Grundsätzlich kein Problem, wenn man nicht der Ersteller eines Fahrplanes für öffentliche Verkehrsmittel ist. Mit der Einführung von Eisenbahnen, die mehrere Regionen bzw. Länder durchfuhren wurde es notwendig, eine Einheitliche Uhrzeit festzulegen. Die ersten Zeitzonen in Amerika wurden 1883 in Nordamerika eingeführt, schon 1848 in der Schweiz, 1891 in Österreich und 1893 auch im Deutschen Reich. Vor der Einführung der MEZ (Mitteleuropäische Zeit) im Reich hatte jedes Land seine eigene Zeit.

Heute gibt es eine koordinierte Weltzeit, UTC (Universal Time Coordinated), früher auch GMT (Greenwich Mean Time) genannt, welche 1972 eingeführt wurde. Vom Nullmeridian Richtung Osten wird pro Zeitzone jeweils eine Stunde dazugerechnet in die andere Richtung jeweils eine Stunde abgezogen.

Heutzutage ist es möglich, schnell verschiedene Zeitzonen zu durchqueren. Dadurch stellt sich aber oft ein Jetlag ein. Jetlag ist die Bezeichnung für eine Phasenverschiebung im menschlichen Tagesrhythmus. Auswirkungen einer solchen Verschiebung sind Müdigkeit (oft kombiniert mit Kopfschmerzen und Übelkeit) und eine verringerte Reaktionsfähigkeit.

 

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