Wofür lernen wir?

Friedrich Merkel - Rektorat Rostock Wikimedia Commons
Bildquelle: Wikimedia Commons / Anonym; public domain; http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Friedrich_Merkel_Rektor_Rostock.jpg

Die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitschrift PROFIL hat mir wieder einmal zu denken gegeben, und zwar der erste Teil von Elfriede Hammerls wöchentlicher Rubrik, diesmal untertitelt mit "Akademische Aussichten". Sie beschreibt ein Jobinserat eines Wiener Museums, der eine/n Direktionssekretär/in sucht für eine Teilzeitanstellung.

Lesen Sie selbst einmal im Anforderungsprofil und anschließend die Höhe des offerierten Salärs - man kann sich nur noch wundern.

"In dieser vielseitigen Position übernehmen Sie zahlreiche administrative Agenden wie zum Beispiel Korrespondenz intern und extern, Terminkoordination, Ablage und Post, Vorbereitung von Besprechungen, Reiseplanung und vieles mehr. In enger Zusammenarbeit mit der Direktorin und dem Team der Direktion koordinieren und strukturieren Sie komplexe Arbeitsabläufe innerhalb des Museums. Die Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit liegen im kommunikativen und unterstützenden Bereich. ..." (Quelle: www.profil.at, Elfriede Hammerl)

Aber es kommt noch besser, denn bis jetzt haben Sie nur gelesen, was Sie ungefähr zu tun haben werden. Wie Sie aber "sein" müssen, damit Sie das erledigen können steht ein bisschen weiter unten - und dann kommt die große Überraschung. Mit vielen Euros werden Sie Brutto entlohnt werden? Finden Sie es selbst heraus. Sie werden wiederum ein klein wenig mehr erfahren, wie sich unsere Gesellschaft in eine ziemlich prekäre Situation hineinmanövriert.

Ich jedenfalls frage mich danach, warum alle ins Abitur und zu einem akademischen Grad hindrängen, denn wenn die oben geschilderte Situation meine Zukunftsaussicht ist, dann verzweifle ich bereits jetzt.

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