Werner Stangls Arbeitsblätter - Angst

Werner Stangl
Bildquelle: http://www.stangl-taller.at/STANGL/WERNER/BERUF - Fotoausschnitt der Website

"Neben Freude, Trauer, Wut und Scham ist Angst eines der Grundgefühle, die bei jedem Menschen lebensbegleitend sind und in den verschiedenen Lebensabschnitten mit unterschiedlichen Inhalten ausgestattet werden. Es gibt alters- und entwicklungsbedingte Ängste, die der gesunde Mensch durchsteht und meistert und deren Bewältigung für seine Entwicklung wichtig ist. Diese Ängste sind im optimalen Fall sowohl ein Motor für die Entwicklung des einzelnen Menschen als auch für der gesamten Menschheit.

Historisch betrachtet wurde in der Antike Angst immer auf konkrete Objekte bezogen. Aristoteles und Platon betrachteten Angst schon als physische Reaktion, wobei Aristoteles sie im Bereich der körperlichen Empfindungen ansiedelte, sie aber nicht in seinen Betrachtungen „De Amina“ (Über die Seele) erwähnte. Sprachwissenschaftlich bezieht sich der Begriff Angst auf eine physische Reaktion, denn es kommt vom lateinische Wort „angustus“ (Beengtheit bzw. Enge; „angor“ bedeutet Würgen, Beklemmung und „angere“ die Kehle zuschnüren, das Herz beklemmen).

Im Griechischen findet sich dieser Bezug über „agchein“ (würgen, drosseln, sich ängstigen). Vor dem 19. Jahrhundert sprach man meist von Furcht und erst um diese Zeit taucht der Begriff Angst auch in der Literatur wieder auf. Weder Immanuel Kant noch C. G. Carus in seinem Standardwerk der romantischen Psychologie „Psyche“ aus dem Jahr 1840 erwähnen diese. ... (Quelle: Werner Stangls Arbeitsblätter)

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