UTS - Rolf Sauren - Religionslehrer

Dr. Rolf Sauren
Bildquelle: Dieter Draxl

Das Interview als Audiodatei finden Sie am Ende dieses Beitrags!

Dr. Rolf Sauren unterrichtet seit 1980 römisch-katholische Religion an verschiedenen Tiroler Schulen.

Seit vielen Jahren ausschließlich an der Neuen Mittelschule und Hauptschule Gabelsbergerstraße in Innsbruck tätig.

57 Jahre, geboren in Aachen, verheiratet, Vater zweier nun erwachsener Kinder.

Vor einigen Jahren hat er das Studium in ökumenischer Theologie mit dem Doktorat abgeschlossen.

Im ersten Teil des Interviews erzählt Dr. Sauren wie er zum Studium nach Tirol gekommen ist und seither hier unterrichtet. Die Tiroler Schule ist "sein Arbeitsplatz" seit 30 Jahren und daher auch ein Stück Identifikation mit seinem Leben. Dieser Verbindung kann er hauptsächlich Positives abgewinnen.

 


Abbildung: Dr. Rolf Sauren

Er ist ausschließlich Religionspädagoge, unterrichtet in allen Klassen und arbeitet auch einige Stunden in der Nachmittagsbetreuung. Die Arbeit eines Religionslehrers ist nicht so "kirchlich", wie es sich vielleicht Außenstehende vorstellen. Zu den größten Herausforderungen zählt, neben Problemen disziplinärer und sozialer Art im Unterricht trotzdem einen Faden zu finden. Auch wenn mittlerweile die Gruppen kleiner geworden sind, spürt er stark die gesellschaftlichen Einflüsse auf den Unterricht. Er fühlt sich jedoch sehr gut integriert in den Lehrkörper und ist überzeugt, dass die LehrerInnen grundsätzlich sehr bemüht sind und gut arbeiten, sonst wäre die Arbeit schwer zu bewältigen. (Interview Teil 1)

Im 2. Teil nimmt Dr. Sauren Stellung zur aktuellen Bildungsdebatte und auch zum Ethikunterricht. Er selbst glaubt, dass ein gemeinsamer Unterricht der 10-15jährigen zielführend wäre. Er betont die große "Kunst" von engagierten VolksschullehrerInnen und LehrerInnen, die mit schwierigen Kindern arbeiten.

Er glaubt, dass Schwierigkeiten besser bewältigbar sind, wenn die SchülerInnen gut durchmischt sind. Er beobachtet einen gesteigerten Einsatz der LehrerInnen bei trotzdem teilweise geringerem Erfolg und denkt, dass es die Folgen der gesellschaftlichen Entwicklung sind. Persönlich hat er das Ziel, seine persönlichen Glaubenserfahrungen positiv weiter zu geben.

Weiters äußert sich Dr. Sauren zum Ethikunterricht und zu Religion allgemein. Sobald Religion gelebt wird, ist sie öffentlich. Es braucht Toleranz dem Glauben und Denken anderer gegenüber. Ein völlige Trennung von religösen und staatlichen Elementen sieht er nicht als zielführend. Dann spricht er noch über sein Verhältnis zum islamischen Religionsunterricht. Seiner Ansicht nach haben wir teilweise unsere Identität zur Kirche und zum Glauben verloren, was zu Problemen im Umgang mit anderen Religionen führen kann. (Interview Teil 2)
Das Interview führte Dieter Draxl.

Dr. Rolf Sauren - Teil 1
Dr. Rolf Sauren - Teil 2
Bildquelle: 
Dieter Draxl


Logo Unsere Tiroler Schule