UTS - Paul Gappmaier - Abt. Bildung

Dr. Gappmaier
Bildquelle: Robert Mader

Das Interview als Audiodatei finden Sie am Ende dieses Beitrags!

Dr. Paul Gappmaier
Vorstand der Gruppe Bildung, Kultur und Sport
Vorstand der Abteilung Bildung.
Seit 1988 im Landesdienst; verantwortlich für über 7.000 LandeslehrerInnen
Größte Herausforderung: den Überblick bewahren!

Dr. Paul Gappmaier leitet als Nachfolger von HR Dr. Gerhard Melichar die Abteilung Bildung seit dem Jahr 2003. Davor war er bereits in der Verkehrsabteilung, ein Jahr in einer Bezirkshauptmannschaft, mehrere Jahre in einem Regierungsbüro, in der Abteilung für Land- und Fostwirtschaftsrecht und mehrere Jahre in der Personalabteilung, hat also alle wichtigen Bereiche der Verwaltung kennen gelernt.

Zur Gruppe Bildung, Kultur und Sport gehören mehrere Abteilungen, wovon die größte die Abteilung Bildung ist. Neben der Kultur- und Sportabteilung gehören auch das Tiroler Landesarchiv, die Staatsbürgerschaftsabteilung und das JUFF zu seiner Gruppe. Das Arbeitsgebiet ist aufgrund der vielen dieser Abteilung zugeordneten Aufgaben sehr breit. Einmal ist die Schulabteilung mit über 7.000 LandeslehrerInnen auch die größte Personalabteilung im Land.
Eine weitere Aufgabe ist die Kinderbetreuung. Das im Herbst 2010 beschlossene neue Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz  muss nun umgesetzt werden und der "neue Geist" dieses Gesetzes zum Tragen kommen. Seine Abteilung ist auch zuständig für das Hochschulwesen, wozu die Förderung der Fachhochschulen (MCI Innsbruck und FH Kufstein) gehört und ist die Geschäftsstelle für den Tiroler Wissenschaftsfonds.


Dr. Gappmaier beim Interview

 

Die größte Herausforderung bei all diesen Aufgaben ist die Überschaubarkeit bei dieser Breite von Themen. Unterstützt wird er dabei von ca. 50 MitarbeiterInnen in seiner Abteilung, die sich auf die verschiedenen Bereiche spezialisiert haben. Die Normalität im Tagesablauf ist dadurch gekennzeichnet, dass beinahe jeder Tag anders verläuft als geplant. Oft muss die ursprüngliche Planung kurzfristig geändert werden, eine gewisse "Fremdsteuerung" lässt sich nicht leugnen. Dr. Gappmaier betont die hervorragende Arbeit seiner MitarbeiterInnen in der Abteilung, welche seine anspruchsvolle Tätigkeit sehr unterstützen. Er sieht die Abteilung Bildung als Serviceeinrichtung und fördert diesen Geist in seiner Abteilung. Er und seine MitarbeiterInnen legen Wert darauf, vom "verstaubten" Image der Verwaltung weg zu kommen und sie wollen sich als modernes, offenes Dienstleistungsunternehmen präsentieren.

 Transparenz im Landhaus 2
Offene Büros und viel Transparenz im Landhaus 2 

 

Dazu trägt auch das Gebäude bei. Das im Jahr 2005 eröffnete Landhaus 2 ist ein helles und transparentes Gebäude. Es gibt keine Gänge im herkömmlichen Sinne. Die Wege zwischen den Büros sind durch Arbeitsinseln aufgelockert, an denen sich die MitarbeiterInnen zum Gedankenaustausch oder kurzen Dienstbesprechungen treffen können. Dr. Gappmaier war bereits in die Konzeption mit eingebunden und konnte daher mit positiver Grundeinstellung dieses neue Konzept gegenüber seinen MitarbeiterInnen vertreten. Er ist überzeugt, dass kaum jemand mehr in die früheren "Zellenbüros" zurückkehren möchte. Es hat sich in den Kombibüros auch eine neue Kultur des Arbeitens entwickelt. Diese Offenheit und das Wohlbefinden ist auch für externe Besucher spürbar.

 Dr. Gappmaier
Dr. Gappmaier an seinem lichtdurchfluteten Arbeitsplatz

Vereinzelt hat Dr. Gappmaier auch direkten Kontakt mit Lehrpersonen, wobei er sich aufgrund seiner Funktion jedoch eher mit Problemfällen zu beschäftigen hat. Dabei ist ihm durchaus bewusst, dass vom Großteil der Lehrpersonen hervorragende Arbeit geleistet wird und er diese auch sehr schätzt. Dies zeigte sich auch in der im vergangenen Jahr gestarteten Imagekampagne für die LehrerInnen des Landes. Ein positiver "Nebeneffekt" dieser Kampagne war, dass Lehrerinnen und Lehrer von ihrem eigenen Dienstgeber eine Wertschätzung ihrer Arbeit ausgesprochen bekamen. Seiner Meinung nach sollen die vielen guten Dinge in der Tiroler Pflichtschule immer wieder hervorgehoben werden.

Häufigeren Kontakt hat er mit SchulleiterInnen, der auch bewusst gesucht und z. B. über Schulleiterkonferenzen organisiert wird. Bei wichtigen Anfragen von SchulleiterInnen nimmt er sich aber auch persönlich die Zeit, sich damit auseinander zu setzen. (Interview Teil 1)

Im 2. Teil des Interviews nimmt Dr. Gappmaier zur allgemeinen Bildungsdiskussion Stellung. Themen sind u. a. die verschiedenen Kompetenzen von Land, Landesschulrat und Bund, die Diskussion um die Zusammenlegung (Bildungsdirektion) und er spricht die Schwierigkeiten bei der Umsetzung bildungspolitischer Maßnahmen wie Neue Mittelschule oder Sonderpädagogik an. Er spricht über seine Erfahrungen im Umgang mit dem Bund (Ressourcenfragen) und die Investitionen des Landes Tirol im Bildungsbereich. (Interview Teil 2)

Im 3. Teil spricht Dr. Gappmaier zum Thema Sonderpädagogik und seine Einschätzung zur Entwicklung der Stellenplanbesetzung in den nächsten Jahren. (Interview Teil 3)

Interview Dr. Gappmaier - Teil 1
Interview Dr. Gappmaier - Teil 2
Interview Dr. Gappmaier - Teil 3
Bildquelle: 
Robert Mader


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