UTS - Erwin Wanner PHT

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Bildquelle: Dieter Draxl

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Erwin Wanner ist 59 Jahre alt und seit 39 Jahren bilden die Tiroler Schulen und die damit verbundenen Institutionen einen äußerst spannenden und interessanten Arbeitplatz für ihn. Seine 17 Jahre Schulpraxis absolvierte er an Schulstandorten in Matrei, Kematen und dann in Steinach am Brenner vor allem in den Fächern Physik, Chemie, Mathematik und Informatik. 

 
Ab 1988 arbeitete er intensiv zusammen mit anderen am Aufbau des Tiroler Schulnetzes und er ist einer der Gründungsväter des Tiroler Bildungsservice. Vor allem organisierte er am damaligen Pädagogischen Institut die LehrerInnenfortbildungen  und -ausbildungen im IT-Bereich. 
 
Nach 20 Jahren ereilte in die Berufung an die neu gegründete Pädagogische Hochschule Tirol. Dort beschäftigte er sich zunächst intensiv mit Schulentwicklung, Qualitätsmanagment und Evaluation. Nachdem die NMS als Schulversuch an bestimmten Standorten auch in Tirol eingeführt wurde entwickelte sich sein neues Betätigungsfeld, das ihn nun seit mehreren Jahren zu fast 100 % ausfüllt als Begleiter, Berater und Entwickler.
 
Noch nie hat es in Österreich eine derartige Chance gegeben, überkommene Strukturen aufzubrechen und Schule zum Positiven hin zu verändern.
 
Dies erscheint ihm auch deshalb so notwendig, weil viele gesellschaftliche Veränderungen dies erfordern. 
 
Erwin Wanner
 
Die einzelne Lehrerin/der einzelne Lehrer als Zentrum einer Klassengemeinschaft ist nicht mehr so erfolgreich. Es gilt, die Kinder als Individuum zu sehen. Alle sollen sich entfallten können und der frühere Leitgedanke "Alle müssen alles an Zielen erreichen" ist nicht machbar. Wichtig ist, dass ein guter Unterricht im Zusammenspiel zwischen Lehren und Lernen Lernprozesse auslöst und ermöglicht.
 
So wird sich auch die Ausbildung der LehrerInnen dahingehend ändern müssen, denn es fehlt weiterhin bei vielen Lehrkräften an diversen Arbeitstechniken und Einstellungen. Teamarbeit, gemeinsames Vorbereiten, gezieltes Eingehen auf die Bedürfnisse Einzelner, das Erkennen von Schwächen und Talenten sind nur einige Bereiche, in denen LehrerInnen noch besser ausgebildet werden müssen auf dem Weg zu einer gemeinsamen, lebenswerten Schule.
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Interview mit Erwin Wanner
Bildquelle: 
Dieter Draxl


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