Unis gegen PHs: Konkurrenzkampf um Lehrer-Ausbildung

SymbolbildDer Entwurf zur Lehrerausbildung lässt offen, welche Institution die Führung übernimmt

Einen "Beauty-Contest" hat sich Unterrichtsministerin Claudia Schmied gewünscht. Den wird sie aller Voraussicht nach nun auch bekommen. Pädagogische Hochschulen (PHs) und Universitäten wollen beide die Verantwortung für die Lehrerausbildung nicht aus der Hand geben.

Die Arbeitsgruppe für die neue Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen hat vorgeschlagen, alle Lehrer für 0- bis 19-Jährige künftig gemeinsam ausbilden zu lassen. Derzeit teilen sich diese Aufgabe die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP), die PHs und die Universitäten. Diese unterschiedliche Ausbildung für Pädagogen soll bald der Vergangenheit angehören. Wer das Angebot eines einheitlichen Studiums übernehmen soll - Universitäten oder PHs - das haben Schmied und ihre Arbeitsgruppe offengelassen. Nach dem Motto "möge der bessere gewinnen" sollen sich die Unis und PHs nun einigen, wer die Verantwortung für die Lehrerausbildung übernimmt. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet.

Schwächen auf beiden Seiten

"Beide Institutionen haben Schwächen", erklärt der stellvertretende Leiter der Vorbereitungsgruppe für die "PädagagogInnenbildung Neu", Roland Fischer im Gespräch mit derStandard.at, warum in den Empfehlungen offengelassen wurde, wer die Lehrer-Ausbildung übernimmt. "Die Pädagogischen Hochschulen sind zu wenig wissenschaftliche und die Universitäten konzentrieren sich zu wenig auf die Pädagogenbildung", so Fischer. Der Kampf um das Studium für Lehrer soll nun mehr Engagement von beiden Seiten bringen.
Quelle: derstandard.at

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