Transition: Übergang vom Kindergarten in die Volksschule

Bildquelle: meinefamilie.at

Transitionen werden meist als Übergänge oder Umstellungen, Wandel, Brücken, Zahnräder, die ineinandergreifen, Naht- oder sogar Schnittstellen bezeichnet, die man passieren, überschreiten oder überqueren kann. Immer ist damit ein Wandel, eine Transformation, eine Veränderung, ein Wechsel zu etwas Neuem gemeint. Als Transitionen (lateinisch: transitio = Übergang) werden Phasen tiefgreifender Umstrukturierungen im Leben eines Menschen bezeichnet. Während Übergang oder Wandel nur den Wechsel von Lebensumwelten ausdrücken, schließt Transition auch die damit verbundenen Belastungen und Lernprozesse eines Individuums mit ein. 

„Transitionen sind Lebensereignisse, die eine Bewältigung von Diskontinuitäten auf mehreren Ebenen erfordern, Prozesse beschleunigen, intensiviertes Lernen anregen und als bedeutsame biografische Erfahrungen von Wandel in der Identitätsentwicklung wahrgenommen werden.“ (Griebel & Niesel)

Im Alter von sechs Jahren wechseln die Kinder vom Kindergarten in die Volksschule und durchleben eine bedeutsame und zu bewältigende Entwicklungsaufgabe und soll deshalb von Schule und Kindergarten gemeinsam mit ihnen vorbereitet werden, um vorhandene Potentiale, Stärken und Interessen zu sehen und auch zu nützen.

Um diesen Übergang zu erleichtern, benötigt es eine gute Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen Kindergarten und Volksschule. Vor diesem Hintergrund entwickelte die österreichische Bundesregierung neue Reformideen im Rahmen des Schwerpunktes zur Elementar- und Primarpädagogik. Aufgrund der bundesweiten Einführung des verpflichtenden Kindergartenjahres 2010 verbringen Kinder vor dem Schuleintritt mindestens ein Jahr im Kindergarten. In der ‚Gemeinsamen Schuleingangsphase‘ werden das letzte Kindergartenjahr und die ersten beiden Volksschuljahre (Grundstufe 1) verbunden und als gemeinsame Schuleingangsphase aufgefasst. 

Fallstudien Netzwerke Sprachförderung: In Zusammenarbeit zwischen dem BIFIE-Evaluationsteam und Mitarbeiterinnen von Pädagogischen Hochschulen wurden im Schuljahr 2015/16 Fallstudien durchgeführt, die Kooperationsprojekte zwischen Kindergärten und Volksschulen tiefergehend beleuchten. Es stehen sowohl der Gesamtbericht („Wege der Zusammenarbeit am Übergang Kindergarten – Schule“) als auch die einzelnen Beiträge (Ausgangssituation, Konzeption des Fallstudienprojekts, Zusammenschau der Fallstudien, Fallstudien, Praxisbeispiele) getrennt als Downloads zur Verfügung. Link: bifie.at/fallstudien-netzwerke-sprachfoerderung/

Fortbildung an der PHT: 7F7.TPR1A51: Transition: Übergang Kindergarten - Volksschule Kinder bewältigen bereits in ihren ersten Lebensjahren einschneidende und komplexe Übergänge, sei das der Eintritt in eine Kinderkrippe, in den Kindergarten oder in die Schule. Die Übergangssituation stellt eine Schlüsselsitution für das Wohlergehen und die Lernlust der Kinder dar. Ebenso das dadurch entstehende Zugehörigkeitsgefühl der Eltern zu "ihrer" Einrichtung. Wir werden uns die Frage stellen, welches Bildungsverständnis, welche Prinzipien für Bildungsprozesse in der Elementarpädagogik und Primarpädagogik bestehen und welche zugrunde liegenden Lernprozesse dabei bedeutsam sind. Gibt es wissenschaftliche Befunde zu spezifischen Übergangsmodellen? Welche Schwierigkeiten treten beim Übertritt vom Kindergarten in die erste Klasse gehäuft auf? Welche Formen der Unterstützung ermöglichen es den Kindern, den Übergang als persönliche Entwicklungschance zu erleben?

Mit Übergängen befasst sich unser erstes Schwerpunktthema im Schuljahr 2017/18. Die Beiträge dazu finden Sie unten.

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