Taste the Waste - Filmtipp (LEO-Kino ab 12.11.2011)

Kampf der Lebensmittelverschwendung (USA)
Bildquelle: Wikimedia Commons / Quelle: U.S. National Archives and Records Administration / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:%22Join_the_Ranks-Fight_Food_Waste_in_the_Home-Buy_to_Save-Serve_to_Save_-_Store_to_Save%22_-_NARA_-_514746.jpg?uselang=de

Aus meiner frühen Kindheit am Brennerpass kann ich mich noch an ein einziges Lebensmittelgeschäft in Gries erinnern, der Fleckinger - so hieß der Inhaber. Das wurde einmal die Woche aufgesucht um lebensnotwendige Grundstoffe einzukaufen. Dann gab es noch einen Krämerladen direkt am Brennerpass auf der österreichischen Seite, in dem man das Nötigste um einen etwas höheren Preis erwerben konnte. Von einer Auswahl an Produkten war damals keine Rede - die VerkäuferInnen standen hinter dem Ladentisch und man teilte ihnen mit, was man wollte.

In den Siebzigern - und da vor allem im städtischen Bereich - änderte sich dann das Angebot gewaltig. Aus Therese Mölk wurde M-Preis, KONSUM-Fachmärkte wurden eröffnet und die "Land-Greisler" wurden ADEG-Läden. Auch SPAR-Geschäfte breiteten sich aus, die kleinen Geschäfte hingegen starben hinweg wie die Fliegen.

Und seither hat sich nicht nur die Anzahl der Supermarkt-Filialen vervielfacht, sondern auch deren Angebote. Ich kann wählen aus 20 Olivenöl-Sorten, Bio oder Nicht-Bio, kaltgepresst oder herkömmlich gepresst, die Wursttheke quillt über mit verschiedenen Schinken - und Salamisorten und bei Brot ist es ähnlich. Saisonales Gemüse ist ebenso erhältlich wie Glashausgemüse aus Südafrika, dasselbe bei Obst. Und all diese Angebote sind selbstverständlich geworden - ich denke nicht, dass sich unserer SchülerInnen noch vorstellen können, welche Artikel vor 40 Jahren in den Geschäften zu finden waren.

Waste not Want not - Aufklärung nach dem WW IDoch was geschieht nun mit den weißen, braunen und schwarzen Brotlaiben und -laibchen, die nicht konsumiert werden? Wohin mit den tausenden Wurst- und Käsepackungen, deren Ablaufdatum 2 Tage überschritten hat? Was tun mit Salatköpfen, die außen braune Blätter tragen und Blumenkohl, der schwarze Flecken aufweist? Wie entsorgen wir unsere eigenen Kühlschrank- und Tiefkühlfüllungen?

Ich nehme an, dass wir alle nur allzu gut die schwarze Mülltonne kennen - und etwas Umweltbewusstere unter uns wählen die grüne BIO-Tonne zur Entsorgung. Das war dann aber auch schon unser "grüner" Beitrag zur Rettung des Raumschiffes ERDE.

Und noch eine Sache fällt mir ein - ich habe gerade "Ausgebrannt" von Andreas Eschbach gelesen - ein Öko-Thriller der Spitzenklasse über die Welt nach PEAK OIL. Die geschilderten Szenarien werden wir womöglich alle noch zusammen erleben. Da passt das "Prepare for the Winter" - Plakat ganz gut dazu. (ALSO Lesetipp - Andreas Eschbach: Ausgebrannt)

"TASTE THE WASTE wendet sich an alle, die gegen die Verschwendung von Essbarem sind. Wir wollen zeigen, wie viel weggeworfen wird — und was man dagegen tun kann.

Und wir brauchen deine Hilfe: Auf dieser Plattform kannst du Videos, Bilder und Texte zu Themen wie Nahrungsmittelabfälle, Hunger und Konsumverhalten hochladen und veröffentlichen. Wir hoffen auf deine Gedanken, wie der Wahnsinn der Verschwendung aufgehalten werden kann." (Quelle: www.tastethewaste.com)
 

Weiterführende Links (Bitte mit STRG+SHIFT+Mausklick öffnen):

Bildquelle: 
Wikimedia Commons / Quelle: U.S. National Archives and Records Administration / http://commons.wikimedia.org/wiki/File:%22Join_the_Ranks-Fight_Food_Waste_in_the_Home-Buy_to_Save-Serve_to_Save_-_Store_to_Save%22_-_NARA_-_514746.jpg?uselang=de

Suchen