Spring Break - Wenn US-Student_innen Semesterferien haben

Roter Mond vor schwarzem Hintergrund, vor dem Mond noch schwarze Schatten von feiernden Menschen
Bildquelle: emotionen-freude-glücklich-fest-2537392 / pixabay.com/de/emotionen-freude-glücklich-fest-2537392 / Gellinger / CC0

Spring Break kennt man hierzulande oft aus Filmen. Amerikanischen Filmen. Und zwar in Form von groß angelegten Megaparties, nicht selten mit diversen Exzessen verbunden (Alkohol, Drogen, sexuelle Freizügigkeit). Mittlerweile etabliert sich Spring Break aber auch in Europa.

 

 

Ursprung

Der Begriff Spring Break stammt aus den USA. Ursprünglich bezeichnete man mit Spring Break einfach die ein- oder manchmal auch zweiwöchigen Ferien im amerikanischen Studienbetrieb an Colleges und Universitäten zwischen den einzelnen Semestern. Bei uns würde der Spring Break also den Semesterferien entsprechen. Je nach Bildungsinstitution und Region, in der sich selbige befindet, liegt der Spring Break zwischen Ende Februar und Mitte April. Während dieser Zeit reisen amerikanische Student_innen oft an wärmere Orte. Bekannt geworden ist der Spring Break vor allem durch das ausgiebige Feiern der Student_innen an diesen wärmeren Orten. 

Reiseziele

Eines der ersten Hauptziele für großangelegte Spring Break Parties war in den 1980er Jahren Fort Laudertale in Florida. Als dann am Höhepunkt 350.000 Personen in Fort Laudertale Spring Break feierten, beschlossen die dortigen Behörden nicht zuletzt aufgrund des Druckes von Seiten der Bevölkerung,  die der Folgeerscheinungen (Drogen, Beschädigungen, Verunreinigungen) dieser groß angelegten Party überdrüssig waren, starke Einschränkungen des Feierns. Daraufhin verlagerte sich das Geschehen nach Daytona Beach mit dem gleichen Ergebnis wie in Fort Laudertale, sodass auch hier von den Behörden entsprechende Maßnahmen gesetzt wurden. Zu den beliebtesten Zielen heute zählen vor allem für Student_innen der südlichen USA und des mittleren Westens Panama City Beach in Florida und South Padre Island in Texas. Mittlerweile hat sich das Geschehen aber teilweise auch in das Ausland verlagert, da hier weniger strenge Regelungen herrschen als in den USA, wo etwa kein Alkohol an Personen unter 21 Jahren ausgeschenkt werden darf. Beliebte Ziele im Ausland wären zur Zeit etwa Mexiko (Acapulco, Cancún, Cabo San Lucas, Puerto Vallarta) sowie Jamaika und die Bahamas.

Spring Break in Europa

Mittlerweile hat die Idee der Spring Break Parties auch Europa erfasst. Beliebte Ziele hier sind etwa: Spanien (Lloret de Mar, Magaluf, Ibiza, Salou), Griechenland (Mykonos), Italien (Rimini), Ungarn (Siófok) und Bulgarien (Sonnenstrand, Goldstrand).

Fazit

So wie oft wurde aus einer Idee (seine Ferien an einem wärmeren Ort zu verbringen und es sich gut gehen lassen), ein lukratives Geschäft (Organisation von ausschweifenden Parties). Ein Riesengeschäft für die Veranstalter, ein Ärgernis für die Einwohner der Orte und mitunter ein Gesundheitsrisiko für die Teilnehmer_innen. Aber es gibt inzwischen auch schon einen Gegentrend. So werden in den USA für Student_innen, die ihren Spring Break abseits von Parties verbringen möchten, mittlerweile eigene Reisen angeboten, in deren Verlauf die Teilnehmer_innen sich sozial bei Entwicklungsprojekten engagieren oder einfach nur fremde Kulturen und wundervolle Landschaften entdecken und erleben können.

 

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