"Sprachen im Blick" zur sprachlichen Bildung in der Schuleingangsphase

Bildquelle: Österreichisches Sprachen-Kompetenz-Zentrum, oesz.at

Unter dem Motto „Sprachliche Bildung in der Schuleingangsphase“ fand am 28. Juni 2017 die fünfte Auflage der regionalen ÖSZ-Veranstaltungsreihe „Sprachen im Blick“  in Salzburg statt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung tourt das Österreichische Sprachen-Kompetenz-Zentrum seit 2015 durch ganz Österreich und veranstaltet gemeinsam mit Pädagogischen Hochschulen Tagungen zu aktuellen Sprachenthemen.

Dieses Mal machte „Sprachen im Blick“ Station an der Pädagogischen Hochschule Salzburg - Stefan Zweig. Rund 130 TeilnehmerInnen aus der Schulaufsicht, aus den Pädagogischen Hochschulen und aus der Praxis folgten der Einladung und widmeten sich einen Tag lang dem bildungspolitischen Top-Thema des frühen Sprachenlernens.

VertreterInnen des österreichischen Bildungswesens hießen die TeilnehmerInnen an beiden Tagen willkommen: Elfriede Windischbauer, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Salzburg - Stefan Zweig, empfing die TeilnehmerInnen als Gastgeberin. LSI Birgit Heinrich begrüßte im Namen des Landesschulrats für Salzburg. Beide betonten die immense Bedeutung einer qualitativ hochwertigen frühen sprachlichen Bildung und einer kooperativen Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Volksschule für die Bildungsbiografie der Kinder. Gunther Abuja, Geschäftsführer des ÖSZ, gab einen prägnanten Überblick über sprachenpolitische Schwerpunkte und Projekte des Bildungsministeriums und des ÖSZ und  sieht early language learning als einen internationalen und nationalen Trend, der in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Was State-of-the-art in punkto frühes Sprachenlernen ist, vermittelten engagierte ReferentInnen in zahlreichen Vorträgen und Impulsreferaten. Die stimulierende Keynote von Heiner Böttger (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) beleuchtete neurodidaktische Aspekte des frühen Sprachenlernens. Das ÖSZ präsentierte seine vielfältige Angebotspalette an Materialien, Veranstaltungen und Serviceleistungen. Im anregenden Impulsinput von Bärbel Linsmeier (Leiterin der Praxisvolksschule der PH Salzburg - Stefan Zweig) und Viktoria Buttler (PH Salzburg - Stefan Zweig) erfuhren die Gäste, wie der sprachliche Anfangsunterricht sprachsensibel, fächerverbindend und inklusiv gestaltet werden kann. Elisabeth Grammel (BIFIE) demonstrierte anhand des neuen Instruments USBPlus die entscheidende Rolle der unterrichtsbegleitenden Sprachstandsbeobachtung und der darauf aufbauenden Erstellung von Profilanalysen und gezielter Sprachförderung in der Schuleingangsphase.

Neben den Plenarvorträgen wurde besonderer Wert auf den praxisnahen Erfahrungs-austausch gelegt: In drei thematischen Fokusgruppen hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich vertiefende Informationen zu den Themen spielerisches Sprachenlernen mit den PUMA-Faltplakaten des ÖSZ, sprachsensibler und inklusiver Unterricht in der Volksschule sowie zum Fremdsprachenunterricht in der Schuleingangsphase zu holen und sich bereichsübergreifend auszutauschen.

Ein weiterer Höhepunkt waren die liebevoll gestalteten Materialien-Stände der Projekte „Papperlappapp“, „Wort&Laut Detektive“, „SprachSpielGesang – Bakabu, der Ohrwurm“, die allesamt vom ÖSZ mit dem SPIN-Siegel für qualitativ hervorragende Spracheninitiativen ausgezeichnet sind. Der Finken-Verlag begeisterte die Gäste mit seinem umfangreichen Angebot.

Nächste Sprachen-im-Blick-Station im November 2017: Pädagogische Hochschule Wien. Auf www.oesz.at finden Sie alle Informationen zu ÖSZ-Angeboten und Veranstaltungen.
 

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Österreichisches Sprachen-Kompetenz-Zentrum, oesz.at

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