SchoolFox - das digitale Mitteilungsheft

Logo von SchoolFox
Bildquelle: Screenshot des Logos von Gerald Perfler, Quelle = schoolfox.com

Wer kennt sie nicht, die Mitteilungshefte? Jene kleinen Heftchen, mit deren Hilfe in vielen Fällen die Kommunikation zwischen Erziehungsberechtigten und Lehrer_innen erfolgt. Wo schnell Termine und oft auch Hausübungen aufgeschrieben und je nach Wichtigkeit der Information diese dann von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. Im Grunde sind sie sehr hilfreich, sieht man einmal von den kleinen Nachteilen ab, wie etwa dem Umstand, dass es mühsam sein kann, sicherzustellen dass das Mitteilungsheft und damit die entsprechende Information auch wirklich zu den Erziehungsberechtigten gelangt, vor allem wenn der_die Schüler_in etwas ungeordnet um nicht zu sagen chaotisch veranlagt ist. Genau hier setzt SchoolFox an und versucht die Nachteile zu beseitigen, indem das analoge Mitteilungsheft den Weg geht, den schon viele Sachen gegangen sind - es wird digitalisiert womit sich die Kommunikationswege zwischen Lehrer_innen und Erziehungsberechtigten verkürzen.

Beschreibung

SchoolFox soll das analoge Mitteilungsheft ersetzen und eine direkte Kommunikation zwischen Lehrer_innen und Erziehungsberechtigten per Smartphone oder Webapp ermöglichen. Im Grunde genommen ist es somit eine Kommunikationsplattform wie etwa auch Whatsapp, allerdings zugeschnitten für die Bedürfnisse im Schulalltag und mit entsprechendem Datenschutz.

Registrierung und Einrichten von SchoolFox

Um SchoolFox nutzen zu können ist eine einfache Registrierung der Lehrperson mittels Mailadresse notwendig. Im Anschluss daran kann eine Schule hinzugefügt und eine Klasse angelegt werden. Dafür müssen die Vor- und Nachnamen der Schüler_innen eingegeben oder aus einem Textdokument kopiert und anschließend das Geschlecht der Schüler_innen angegeben werden. Daraufhin können mit einem Klick von der Lehrperson die persönlichen Zugangscodes erstellt werden, anhand derer die Erziehungsberechtigten sich dann ebenso bei SchoolFox registrieren können und gleich dem richtigen Kind zugeordnet werden. Mehr ist nicht notwendig um SchoolFox nutzen zu können. Wer SchoolFox auf seinem Smartphone nutzen möchte, muss halt noch die entsprechende App installieren und die persönlichen Zugangsdaten eingeben.

Funktionsumfang

SchoolFox wirbt mit folgendem Funktionsumfang:

  • Kommunikation zwischen Lehrer_innen und Erziehungsberechtigten in Echtzeit mit Lesebestätigungen: Es können somit sehr schnell Informationen zu den Erziehungsberechtigten gelangen und als Lehrperson weiß man aufgrund der Lesebestätigungen sofort, ob die Nachrichten entsprechend angekommen sind.
  • Mitteilungsvorlagen: Diese können genutzt werden um Mitteilungen schneller zu erstellen.
  • Teilen von Fotos: Neben Texten, die ausgetauscht werden können, können auch Fotos (etwa von einem Schulausflug) den entsprechenden Erziehungsberechtigten geschickt werden.
  • Übersetzung der Mitteilungen: Die Mitteilungen können auf Wunsch in 40 Sprachen übersetzt werden.
  • Zusammenarbeit mit Kollegen: Es können weitere Lehrer_innen zu den angelegten Klassen eingeladen werden.
  • Kein Austausch privater Daten: Die Kommunikation erfolgt ohne dass man Eltern die eigene Telefonnummer oder Mailadresse geben muss, wie es oft der Fall ist, wenn man andere Kommunikationsplattformen mit den Erziehungsberechtigten verwendet.

unterstützte Plattformen

SchoolFox gibt es als App für Android und iOS und als Webapp. Gerade die Webapp ermöglicht somit einen Zugang unabhängig von jeglichen Plattformen.

Kosten

SchoolFox ist zur Zeit uneingeschränkt kostenlos und soll laut Entwickler zumindest in den Grundfunktionen kostenlos bleiben. Die Entwickler wollen aber nicht ausschließen in Zukunft eventuell kostenpflichtige Zusatzfunktionen anzubieten.

Datenschutz

Die Entwickler von SchoolFox geben an, dass ihnen der Datenschutz sehr wichtig ist. Dies spiegelt sich auch in den Datenschutzbestimmungen wieder. So sind für die Verwendung von SchoolFox nur die Angabe einer Mailadresse und eines Klarnamens sowie die Wahl eines Passwortes zwingend erforderlich. Im Fall der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten muss noch die Beziehung zum_r entsprechenden Schüler_in angegeben werden. Beim Anlegen der Schüler_innen benötigt man dann logischerweise die Namen derselben und zusätzlich noch das Geschlecht. Wenn gewünscht, können optional von Seiten der Lehrer_innen oder Erziehungsberechtigten Notfallnummern, Adressen, Geburtsdatum und weitere Notizen hinterlegt werden. Wer genau wissen will, welche Daten bei der Benutzung von SchoolFox vom Anbieter erhoben und weiterverarbeitet werden, findet die entsprechenden Informationen in den sehr ausführlichen Datenschutzbestimmungen.

Fazit

Ob man die Kommunikation mit Erziehungsberechtigten digital führen möchte und damit natürlich gewisse Daten Preis geben muss, hat jede_r selbst zu entscheiden. Denn auch wenn Datensicherheit zugesichert wird, bleibt immer ein gewisses Restrisiko übrig, dass die Daten doch irgendwo landen, wo man sie nicht haben möchte. Allerdings muss man bei SchoolFox ja keine Notfalldaten und personenbezogenen Daten hinterlegen, wenn man dies nicht möchte. Es reichen ja die Schüler_innennamen sowie das Geschlecht und diese beiden Daten ließen sich sogar anonymisieren, wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will. Wer aber keine Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit hat und zwar gerne auf das Mitteilungsheft an sich aber nicht auf die Möglichkeit der Kommunikation mit Erziehungsberechtigten verzichten möchte, findet in SchoolFox sicher ein interessantes Tool. Vor allem da das Versenden von Mitteilungen so schnell geht wie eben bei anderen Kommunikationsplattformen auch, nur dass man außer der eigenen Mailadresse nichts braucht - man also nicht seine Telefonnummer oder Mailadresse an Erziehungsberechtigte weitergeben muss. Denn die erforderliche Mailadresse dient nur der Anmeldung bei SchoolFox. Und die Möglichkeit Texte gleich in andere Sprachen übersetzen zu können ist auch sehr interessant, vorausgesetzt, dass die Übersetzungen sinngemäß korrekt sind (was ich nicht überprüft habe). Dann wäre auch endlich die Kommunikation mit Erziehungsberechtigten, die nicht oder nur in geringem Maße der deutschen Sprache mächtig sind, stark vereinfacht.

 

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Screenshot des Logos von Gerald Perfler, Quelle = schoolfox.com

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