Schenken - eine Sonderform der Gabe?

Bildquelle: Wikimedia commons/Deutsches Bildarchiv 1951

Jede/r von uns kennt Geschenke, jede/r weiß, was schenken bedeutet. Und natürlich würden die meisten spontan sagen, dass sie ein Geschenk gerne annehmen. Tatsächlich sind manche Geschenke aber mit einem kleinen Haken versehen: Man sollte sie erwidern, sie verpflichten einem dem Schenkenden gegenüber und sind vom Schenkenden oft mit einer Erwartung dem Beschenkten gegenüber verbunden. 

Damit sind Geschenke eine wichtige soziale Geste zu bestimmten Anlässen und aufgrund bestimmter persönlicher Beziehungen und Absichten. Geburtstagsgeschenke sind darin ebenso enthalten wie Geschenke im Rahmen von Friedensverhandlungen, Geburts-, Tauf- oder auch Hochzeitsgeschenke.

Ganz selten sind Geschenke wirklich selbstlos, ohne Absicht auf Erwiderung gemacht, in vielen Fällen wird - wie bei der rituellen Gabe - durch das Schenken automatisch ein persönlicher oder sozialer Bezug zwischen Menschen gestiftet, ob man will oder nicht.

Es sollte sich natürlich niemand davon abhalten lassen, weiterhin zu schenken, nur weil man damit möglicherweise Druck auf Beschenkte ausübt. Doch sollte auch niemand überrascht sein, wenn genau das passiert.

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