Schätzchen, Schatzerl, Schatzi: unsere persönlichen Schätze...

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Fast jeder von uns hat einen, sei es vom Allerliebsten, sei es von der besten Freundin oder einem langjährigen Kumpel: einen Kosename, manche vielleicht beliebter als andere. Einige Herren (ich denke an einen geschätzten Baumeister) geben ihren Lieblingen Tiernamen: Mausi, Katzi, Bambi oder Spatzi. Rangiert "Dicker" oder "Sahnetörtchen" eher unten in der Beliebtheitsskala, steht "Schatz", "Schätzchen" oder "Schatzilein" ganz oben.

Schätze

Laut einer repräsentativen Umfrage unter 5000 Befragten aus dem 2013 hat jeder vierte Deutsche einen Kosenamen, wobei jeder dritte "Schatz" genannt wird. "Schatz" führt sowohl die Liste der häufigsten Kosenamen bei Männern als auch bei Frauen an. 

Kreativere Kosenamen sind vielleicht "Schlumpf", "Stinker" oder "Pfannkuchen" - zählen aber eventuell nicht ohne Grund zu den weniger gebräuchlichen.

Der Sprachwissenschaftler Rudolf Muhr hat 2015 350 Österreicher_innen zum Thema Kosenamen befragt. Das Ergebnis dieser Studie kann man im Buch "Die Herzenswörter der Österreicher", das im Amaltheaverlag erschienen ist, nachlesen. Österreicher_innen scheinen in der Verwendung ihrer Kosenamen eine starke Affinität zur Zoologie zu haben: Maus(i), Hase oder Bär sind laut dieser Umfrage am beliebtesten. 

Auch Kreuzungen unter Tieren sind beliebt: Mausibär, Hasimaus oder andere kreative Wortschöpfungen wurden von den Befragten genannt.

Übrigens befinden sich im Adressbuch des Tiroler Schulnetzes tsn aktuell 25 Personen, die immer "Schatz" genannt werden - weil ihr Nachname so lautet.

Weiterführende Links: 

wikipedia: Kosename

befragmich.de: Kosenamen

diepresse.com: Wie Österreich mit Worten kost

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