Prekäre Arbeitsverhältnisse

bettelnder Obdachloser(Wikimedia Commons)
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"Prekariat ist ein Begriff aus der Soziologie und definiert „ungeschützte Arbeitende und Arbeitslose“ als eine neue soziale Gruppierung. Der Begriff selbst ist ein Neologismus, der vom Adjektiv prekär (schwierig, misslich, bedenklich) analog zu Proletariat abgeleitet ist. Etymologisch stammt das Wort „Prekariat“ vom lat. precarium = ein bittweises, auf Widerruf gewährtes Besitzverhältnis (Prekarium).

Betroffen sind einkommensschwache Selbstständige, Arbeiter und teilweise auch Angestellte auf Zeit, Praktikanten, auch chronisch Kranke, Alleinerziehende, Zeitarbeitnehmer und Langzeitarbeitslose, aber zunehmend auch Angestellte aus wissenschaftlichen Arbeitsverhältnissen: Prekariat definiert keine sozial homogene Gruppierung." (Quelle: Wikipedia)

"Lange Zeit stellten prekäre Arbeitsverhältnisse die Ausnahme dar. Kollektivverträge, Urlaubsanspruch, Weihnachtsgeld und Krankenstand – die Gewerkschaften haben im Laufe des 20. Jahrhunderts viel erreicht. Von "prekär" keine Spur, abgesehen von MigrantInnen oder Randgruppen ohne Ausbildung. In den sozial geprägten Wohlfahrtsstaaten Mitteleuropas galten die gewerkschaftlichen Errungenschaften im Arbeitsrecht lange Zeit als unantastbar.

"Prekariat" in Österreich gering, aber rasant steigend

Doch die Zeiten haben sich geändert. In Deutschland soll "Hartz IV" den Arbeitsmarkt reformieren, "Ich-AGs" gehören zum Alltag. "In Österreich macht die Gruppe der neuen Selbständigen etwa zwei bis drei Prozent aller Beschäftigten aus, das ist im internationalen Vergleich sehr wenig", erläutert Univ.-Ass. Mag. Dr. Susanne Pernicka vom Institut für Wirtschaftssoziologie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die gegenwärtige Situation, "aber die Tendenz ist stark steigend." Pernicka ist neben Univ.-Ass. Mag. Dr. Sabine Blaschke Leiterin des "node"-Projekts "Arbeitsgesellschaft und industrielle Demokratie in Europa", das gemeinsam mit dem Institut für Staatswissenschaft durchgeführt wird. ..." (Quelle: forschungsnewsletter.univie.ac.at)

Es empfiehlt sich einen Vergleich zwischen dem gültigen Kollektivvertrag der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheit & Sozialberufe und den Gehaltstabellen der LehrerInnen ab L2a2 anzustellen.

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