NMS zur Zweiten

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Es empfiehlt sich den rechts auf der bm:ukk-Seite gelegenen Link zu den Lehrplanverordnungsentwürfe genauer durchzulesen. In der Anlage 1, dem längsten Dokument geht es um die allgemeinen Bildungsziele, die allgemeinen didaktischen Grundsätze, die Unterrichtsplanung, die vorgesehenen Stundentafeln und die Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenstände.

Es gibt wieder Kern- und Erweiterungsbereiche, wobei der Kernstoff genau definiert ist und 2/3 der Lerninhalte darstellen soll. Einige Inhalte erscheinen mir besonders erwähnenswert. Die anderen Dokumente beziehen sich auf die Sonderformen wie Musik-NMS und Sport-NMS, Skisport-NMS und Slowenisch-NMS. Die Erläuterungen beziehen sich nochmals auf die zugesagten 6 Stunden bzw. auf den Mehrbedarf an LehrerInnen und die Fachumstellungen in GZ, TECH/TEX.

Besonders interessant sind die Stundentafeln der unterschiedlichen Schwerpunkte. Klar wurde mir, dass an einer Schule verschiedene Schwerpunkte parallel gesetzt werden können, wie das allerdings bei den jeweiligen Gemeinden ankommt, weiß ich nicht. Die zusätzlichen 6 Stunden des Bundes sind ausschließlich für die differenzierten Fächer D, M, Lebende Fremdsprache vorgesehen - die Zeit der unterbeschäftigten Bundes-Realien-LehrerInnen scheint vorbei zu sein - aber selbst hier gibt es noch Sonderregelungen. Von einem Muss der Anstellung von Bundes-LehrerInnen habe ich nichts gelesen. Die EH-Stunden-Zuteilung erscheint mir noch immer äußerst absurd, vor allem in Hinblick auf die zunehmenden ernährungsbedingten Erkrankungen in unseren westlichen Gesellschaften und die textilen WerkerInnen werden sich sehr umstellen müssen angesichts der noch immer vorhandenen geschlechtsspezifischen Einstellungen zu diesem Bereich - Stricken und Häkeln wird es wohl nicht werden in der 8. Schulstufe. Die Einbettung der IKT klingt auch super, aber die Schaffung der Voraussetzungen dafür, das Erlernen des Handlings, ist ziemlich intransparent bzw. "in the cloud".Was GZ-Experten zum Entwurf sagen, weiß ich nicht, ebensowenig wie die Haltung vieler Mathe-LehrerInnen, die nun damit konfrontiert sein werden. BUS-LehrerInnen - und Kinder - dürfen sich jedenfalls freuen, denn deren Jahresstunden wurden erhöht, und das bedauern höchstens die Couch-Potatoes.

Ich habe ein Word-Dokument "zusammengelesen" mit den Inhalten, die mir wichtig erschienen, was also keine Garantie für Vollständigkeit und Relevanz ist. Die Stundentafeln sollte man sich selbst zu Gemüte führen und die Durchführung des Entwurfs obliegt den Bezirken, Gemeinden bzw. den Ländern.

Ich habe keine Ahnung, was da auf uns zukommen wird, aber ich denke, dass einige Konferenzen und Gespräche in kleineren Teams nötig sein werden, um die Frage der Schwerpunkte und der schulautonomen Regelungen neu zu definieren. Jedenfalls wäre es an der Zeit, dass sich alle betroffenen LehrerInnen selbst ein Bild von den zu erwartenden Veränderungen machen, denn immerhin werden wir diese auch mitentscheiden und daher auch selbst verantworten.

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