Nachlese Enquete zum 10. Tiroler Girls' Day vom 27.09.2011

Bild 10 Jahre Girls' Day Tirol
Bildquelle: Land Tirol

 

Tiroler Unternehmen haben einen Bedarf an Fachkräften, der zurzeit nur teilweise gedeckt werden kann. Aus diesem Grund sieht Frauenlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf akuten Handlungsbedarf. „Die Beharrlichkeit alter Rollenbilder trifft auf neue Entwicklungen und Herausforderungen am Arbeitsmarkt. Deshalb sensibilisieren wir mit dem Girls’ Day Mädchen bereits vor der Berufswahl für technische und naturwissenschaftliche Berufe“, erklärt sie anlässlich einer Enquete zum zehnten Tiroler Girls’ Day. Dabei wolle man vorrangig die gesamte Bandbreite an Berufen vorstellen und Berührungsängste abbauen.

Neben einer Standortbestimmung sollen Perspektiven und Entwicklungspotenziale aufgezeigt werden. „45 Prozent der Mädchen entscheiden sich entweder für eine Lehre als Friseurin, Büro- oder Handelskauffrau“, erklärt Jugendforscherin Eva Häfele. „Dadurch ist der Arbeitsmarkt für diese Berufe gesättigt und Frauen sind oft gezwungen prekäre Arbeitsverhältnisse anzunehmen.“ Die Meinung, Mädchen seien generell weniger für technische oder naturwissenschaftliche Berufe geeignet, lässt Häfele nicht gelten: „Mädchen haben einen anderen Zugang und gehen anwendungsorientiert an Naturwissenschaft und Technik heran.“

Beim Girls’ Day erhalten Schülerinnen der siebten Schulstufe Einblicke in verschiedene Unternehmen und Studienrichtungen. Seit der Einführung im Jahr 2002 haben rund 4.500 Schülerinnen aus 70 Schulen in 150 Unternehmen und Institutionen teilgenommen. 2002 waren es noch 50 Mädchen aus zwei Schulen in zehn Betrieben. Dieses Jahr haben 700 Mädchen aus 32 Schulen 99 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Tirol besucht.

Der nächste Girls’ Day  findet am 26. April 2012 statt. Die Anmeldefrist für Schulen endet am 14. Oktober 2011.

Informationen unter: www.tirol.gv.at/girlsday 

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