Mutter Courage und ihre Kinder & Die Kapitulation der Wehrmacht

Einmarsch dt. Truppen in Polen 1939 (dt. Bundesarchiv - Wikipedia)
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Am 8. Mai 1945 kapitulierte Hitlerdeutschland und damit auch die OSTMARK vor den alliierten Streitkräften. Das ist also der 66. Jahrestag der Kapitulation, den  wohl die meisten meiner MirtbürgerInnen und ich selbst als Befreieung feiern dürfen. Es gibt aber dennoch noch einige, die dieses Ereignis als Niederlage empfinden und eigentlich betrauern, nur dürfen sie ihr Empfinden so offen nicht zugeben, denn dann wäre das beinahe Wiederbetätigung. Und darum müssen sie morgen auf diversen Plätzen dieses Landes der Toten gedenken, pharisäerhaft und unglaubwürdig., wenn sie alle Gefallenen und Ermordeten miteinschließen. Viele eben dieser "Gedenker" schreien nämlich am lautesten, wenn es um ihre Angst vor der "Umvolkung" geht, wenn sie beim Anblick eines Kirchturms Minarettphobien entwickeln und hinter jedem Migrantenkind schon einen Schmarotzer und Saugwurm entdecken.

Mutter Courage wollte es schlauer machen als alle anderen - und verlor alles. Das scheinen die Ewiggestrigen und "Ewigzukünftigen" unter uns noch immer nicht begriffen zu haben.

"Bertolt Brecht will mit der Mutter Courage nicht nur zeigen, dass der Krieg nichts weiter ist „als die Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln“, sondern auch, dass es nie die kleinen Leute sind, die die großen Geschäfte in den Kriegen machen. Sie können für ihn nur verlieren, so lange sie versuchen, sich mit den Umständen zu arrangieren, anstatt sie zu ändern.


Als Handlungskontext wählt Brecht den Dreißigjährigen Krieg, als Titelfigur eine Marketenderin: Mutter Courage, kräftig und verschlagen, ist unterwegs von Schlachtfeld zu Schlachtfeld mit ihrem kleinen Handel auf Rädern. Mit ihm versucht sie ihre drei Kinder - den klugen und kühnen Eilif, den dummen und redlichen Schweizerkas und die stumme und kinderliebe Kattrin - über Wasser zu halten. Aus dem Krieg, so hofft sie, will sie ihren Profit machen. Doch der Preis, den sie dafür zahlen muss, ist hoch. Ein Kind nach dem anderen verliert sie an den Krieg. Und doch glaubt die Courage immer weiter daran, Gewinn daraus zu ziehen. Sie lernt nichts aus ihrem Elend. Das ist bitter und provokant zugleich. ..." (www.landestheater.at)
 

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